Manege frei zum Schuljubiläum in Zschopau

Projekt Mitmach-Zirkus der Grundschüler kommt sehr gut an

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Gebannt schauen nicht nur die Zuschauer, sondern auch die jungen Artisten selbst, ob das Tellerjonglieren auch tatsächlich funktioniert. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Lange Reden und historische Bilder prägen oft ein Jubiläum, bei dem das langjährige Bestehen einer Einrichtung gefeiert wird. Nicht so an der Zschopauer Grundschule "Am Zschopenberg", die sogar gleich zwei runde Geburtstage zelebrieren durfte. Dass das Gebäude vor 40 Jahren als Polytechnische Oberschule eingeweiht und vor 25 Jahren in eine reine Grundschule umgewandelt wurde, feierten Lehrer und Schüler stattdessen mit einem großen Zirkus-Projekt.

Tagelang studierten die Kinder mit dem Mitmach-Zirkus "Flip Flop" aus Buchhorst (Schleswig-Holstein) ihre Übungen ein, lernten dabei viel über Tiere, Koordination und Teamgeist. In drei Vorstellungen hieß es dann "Manege frei", denn Eltern, Großeltern und Freude sollten ja auch auf ihre Kosten kommen. Die letzte große Gala-Vorstellung diente gleichzeitig als Festakt anlässlich des Schuljubiläums, bei dem Schulleiterin Ina Herrmann kurz auf die Geschichte ihrer Lehreinrichtung einging.

Kinder durften Tauben und Ziegen dressieren

"Man merkt der alten Dame ihr Alter kaum an", sagte die Schulleiterin schmunzelnd in Anspielung auf die gerade erst sanierten Gebäude. Zuletzt war in diesem Jahr die Fassade der Turnhalle an der Reihe gewesen. Doch in der vergangenen Woche geriet diese fast in Vergessenheit, denn Sportunterricht hatten die Kinder nicht. Auch nicht Deutsch oder Mathematik. Stattdessen übten sie mit den Zirkus-Verantwortlichen, wurden zu Clowns, Zauberern, Tänzern, Artisten und Seeräubern. Auch Tauben und Ziegen durften die Schüler sie für kurze Zeit dressieren.

Am Ende war allen der Stolz auf den großen Auftritt anzumerken, was Ina Herrmann nicht verwunderte. "Wir hatten den Mitmach-Zirkus schon vor fünf Jahren bei uns zu Gast, und auch da hat es allen großen Spaß gemacht", erklärt die Schulleiterin. Auch diesmal kam der Zirkus besser an als Reden und Bastelstraßen. Mit jeweils 250 Zuschauern war das Zirkuszelt stets prall gefüllt.