Manuel Lettenbichler krönt sich beim GetzenRodeo zum Hard-Enduro-Weltmeister 2025

Das nächste Stollen-Spektakel lockte 10.000 Fans nach Grießbach

Grießbach

Nur eine Woche nach dem Finallauf zur (klassischen) Enduro-Weltmeisterschaft in und um Zschopau versammelte sich im nahen Drebacher Ortsteil Grießbach erneut eine Stollen-bereifte Enduro-Weltelite. Diesmal kamen die Protagonisten der Hard Enduro Weltmeisterschaft zu ihrem sechsten von sieben Saisonläufen 2025.

Nächster Titelgewinn für dreifachen Hard-Enduro-Weltmeister?

Im Vorfeld hatte sich der bis dahin dreifache Hard-Enduro-Weltmeister und viermalige "GetzenChamp", der Bayer Manuel Lettenbichler ein so großes Punktepolster erarbeitet, das sein vorzeitiger nächster Titelgewinn möglich war.

"Letti" überzeugt auf ganzer Linie

Sowohl im Vorlauf, dem "GetzenRace" aller 64 Teilnehmer über zwei Stunden wie auch im darauffolgenden "GetzenChamp" genannten alles entscheidenden Rennen der besten 20 des GetzenRace über eineinhalb Stunden demonstrierte "Letti" seine Vormachtstellung und Überlegenheit erneut und gewann beide Rennen mit deutlichem Vorsprung. Da der Spanier Mario Roman mit Platz zwei den beiden in der WM-Tabelle nächstplatzierten Briten Billy Bolt und Mitch Brightmore, die Dritter bzw. Vierter wurden, wichtige Punkte in der Meisterschaft wegnahm, durfte sich Manuel Lettenbichler tatsächlich zum vierten Mal in Folge als Hard-Enduro-Weltmeister feiern lassen. Dazu sagte der Bayer anschließend: "Den Titel beim Heimrennen zu gewinnen, ist für mich sehr speziell. Hier sind die geilsten Fans, bei denen ich mich für die tolle Unterstützung überall an der Strecke recht herzlich bedanken möchte. Ich bin mir sicher, dass auch alle anderen Fahrer das GetzenRodeo und die Fans hier lieben."

Deutscher Vize-Weltmeister bei den Junioren

Neben Manuel Lettenbichler hatte sich lediglich ein weiterer Deutscher mit einem Platz unter den ersten 20 des GetzenRace einen Startplatz für den großen Showdown GetzenChamp-Race sichern können. Der als Tabellenzweiter der Junior-WM zum Finallauf der Nachwuchsklasse angereiste Felix Bähker hatte sich unter den Top-Stars als 14. erstaunlich gut geschlagen. Im GetzenChamp-Race wurde der 20-Jährige aus Endingen in Baden-Württemberg zwar sogar Elfter, doch da der in der WM führende Brite James Moore noch zwei Plätze vor ihm ins Ziel kam, klappte es nicht, dem Südafrikaner den Titel noch abzujagen. Aber Vize-Weltmeister klingt auch nicht schlecht.

Lokalmatadore zeigten im GetzenRace gute Leistungen

Wie etliche weitere Deutsche, schafften es auch unsere sächsischen Vertreter bei ihrem unter die Haut gehenden Heimrennen nicht ins Finale, schlugen sich aber allesamt wacker. So wurde Marcel Teucher aus Zwönitz als 36. der beste der Unsrigen, gefolgt von Felix Bopp aus Weißenborn auf Rang 38. Der direkteste "Heimspieler" aller war Kenny Lötzsch aus dem Grießbach übergeordneten Drebach. Er wurde 49. David Loose aus Chemnitz und der Zschopauer Pascal Sadecki belegten die Plätze 52 und 53, und Raven Lippold aus Schlettau und Lukas Jung aus Schwarzenberg wurden 55. bzw. 58. Entgegen aller Erwartungen stand der beim Prolog am Freitagnachmittag spektakulär und heftig gestürzte und per Trage abtransportierte Emil Kessler aus Plauen heute wieder am Start, setzte jedoch nach einer unter Schmerzen absolvierten Runde seinem Leiden per Aufgabe ein Ende.

Nächstes Getzenrodeo Herbst 2027 nicht sicher

Das nächste GetzenRodeo wäre turnusmäßig im Herbst 2027 dran, doch auf Grund der ständig steigenden Auflagen und des damit verbundenen immer weiter erhöhten Gesamtaufwandes ist sich der Dauer-Gastgeber seit 2006 und somit in diesem Jahr zum elften Mal, der GetzenRodeo e.V. im ADMV, aktuell noch nicht sicher, ob er diese Mammut-Aufgabe in zwei Jahren wieder stemmen möchte. Rund 10.000 Fans wären darüber ziemlich unglücklich.