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Marienberg: Fest zum 500. Stadtgeburtstag abgesagt

Verschoben Marienberg hofft auf mehr Normalität im nächsten Jahr

Marienberg. 

Marienberg. Es war keine leichte, zugleich aber vernünftige Entscheidung, die zudem von den Stadträten am Abend des 1. Februar einstimmig getragen wurde. Die Rede ist von der Absage der Feierlichkeiten zum 500. Stadtgeburtstag in Marienberg. Die Planungen dazu liefen seit vielen Monaten und auch die Bürgerschaft freute sich, 2021 ordentlich im Quadrat feiern zu können. Marienberg wurde am 27. April 1521 durch Herzog Heinrich den Frommen gegründet. In fünf Jahrhunderten durchlebte die Stadt Höhen und Tiefen, entwickelte sich samt den Ortsteilen sehr positiv und erlangte Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen hinaus. Da liegt es doch auf der Hand, das halbe Jahrtausend ihres Bestehens würdig zu begehen. Geplant war eine Menge an Höhepunkten.

Als im vergangenen Jahr dann Corona auf der Bildfläche erschien, hoffte man, dieser ungebetene Gast würde sich rasch wieder verziehen und hielt an den Vorbereitungen weitestgehend fest. Doch das Virus ließ sich bis heute nicht in die Schranken weisen.

"Unter diesen Umständen ist an Feiern unter normalen Bedingungen nicht zu denken. Wir planen den Stadtgeburtstag möglichst ohne großen Abstand, ohne Maske und ohne Besucherbeschränkungen. Gerade für die große Eröffnungsveranstaltung war viel vorgesehen, unter anderem ein Festspiel der Baldauf Villa nach historischem Vorbild. Das ist alles nicht möglich. Das Fest mit allem Drum und Dran wird nun auf 2022 verschoben. Dann feiern wir halt 500 + 1", so Oberbürgermeister André Heinrich. Die Absage wurde nach reiflichen Überlegungen getroffen.

Der finanzielle Aspekt spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Für die Ausgaben sind 625.000 Euro eingeplant mit einem Eigenanteil der Stadt von 240.000 Euro. "Solche Summen können nicht jedes Jahr gestemmt werden. Deshalb gehen wir auf Nummer sicher und hoffen, dass wir im nächsten Jahr so feiernkönnen wie es die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger ver-dienen", erklärte das Stadtoberhaupt.