Marienberg rutscht immer tiefer in den Abstiegskampf der Sachsenliga

FSV Motor verliert 1:3 bei Schlusslicht Lok Zwickau - und zwei wichtige Spieler

Marienberg

Für die Marienberger Fußballer kommt es in der Sachsenliga knüppeldick. Zwar gab es vor dem wichtigen Kellerduell beim ESV Lok Zwickau grünes Licht für die beiden Leistungsträger Maximilian Schreiter und Jonathan Leistner, deren Einsatz aufgrund von Verletzungen aus der Vorwoche lange auf der Kippe stand. Doch das war es dann auch schon an positiven Nachrichten für den Oberliga-Absteiger, der schon vor Anpfiff eine weitere Hiobsbotschaft hinnehmen musste. Aus gesundheitlichen Gründen saß Trainer Michael Rudolph nicht auf der Bank, weshalb dort Stefan Hauser als Ersatz Platz nahm.

Früher Schock

Keine drei Minuten waren gespielt, da schüttelte der sportliche Leiter zum ersten Mal fassungslos den Kopf. Ein zu kurz geratener Rückpass leitete das 1:0 für die Gastgeber ein. Da konnte auch der frühere Thalheimer und Stollberger Torhüter Jens Voigt nichts machen, den der FSV Motor kurzfristig als Alternative zwischen den Pfosten verpflichtet hatte, weil es auch dort die Personaldecke dünn ist. Angespannt dürfte nun auch die Lage im Abwehrbereich sein, denn in der 23. Minute musste Innenverteidiger Fabio Anger nach einem Kopfballduell ausgewechselt und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden.

Nur eine Chance genutzt

„Es ist der Wahnsinn, was bei uns gerade personell abgeht“, sagt Hauser, der dennoch hoffen durfte. Vor allem, als Jonathan Müller nach einer guten halben Stunde allein aufs Zwickauer Tor zulief. Sein Lupfer ging jedoch übers Tor. Es blieb das einzige weitere Highlight einer ansonsten chancenarmen ersten Halbzeit. Das änderte sich kurz nach Wiederanpfiff, als die Gastgeber mit einem Schuss aus zwölf Metern und im Anschluss an einen Eckball auf 3:0 erhöhten (47./59.). Statt aufzugeben, erspielten sich nun auch die Marienberger Chancen. Eine davon nutzte Louis Meyer mit einem Schuss ins lange Eck (75.). Trotz weiterer guter Gelegenheiten gelang kein Tor mehr. Auch weil der Referee in einer strittigen Szene im Zwickauer Strafraum nicht auf Elfmeter entschied.

Am Ende wird es hektisch

Damit haderten die Gäste ebenso wie mit der Roten Karte, die Danny Gottschalk nach einer Rangelei in der Schlussphase erhielt. Auch er wird dem Oberliga-Absteiger somit vorerst fehlen, was die Ausgangslage im Abstiegskampf verschlimmert. „Alles spricht gegen uns“, sagt Hauser, der mit Sorgen, zugleich aber auch kämpferisch auf die kommenden Aufgaben blickt. „Mal schauen, wie wir eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen“, sagt er vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen den punktgleichen Dresdner SC.

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