Marienberger Handballerinnen wieder an der Tabellenspitze

HSV-Damen klettern dank Sieg in Döbeln und Ausrutscher der Konkurrenz auf Platz 1

Marienberg

Nach kurzer Unterbrechung gehört die Tabellenführung der Oberliga Sachsen wieder den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg. Weil der zwischenzeitliche Spitzenreiter MSV Dresden überraschend mit 24:26 bei der SG Klotzsche (4.) verlor, konnten die Erzgebirgerinnen tags darauf mit einem Auswärtssieg bei der HSG Neudorf/Döbeln (6.) wieder vorbeiziehen. Und diese Gelegenheit nutzten die jungen HSV-Damen, auch wenn sie sich bei ihrem 31:29-Erfolg schwertaten. "Es war kein hochklassiges Spiel. Kampf und Krampf prägten die Partie auf beiden Seiten", so Marienbergs Trainer Chris Tippmann.

Ein Spiel mit Hochs und Tiefs


Dabei erwischten die Gäste einen blendenden Start und lagen nach zehn Minuten mit 9:5 vorn. "Wir haben die Räume genutzt, die sich hinter der offensiven Deckung des Gegners boten", erklärt Tippmann. Als die HSG aber umstellte und fortan kompakter am Kreis stand, fanden die Marienbergerinnen nur noch selten eine Lücke. So kam es, dass der HSV in der 23. Minute sogar mit 12:14 in Rückstand geriet. Allerdings folgten auf schwächere Phasen stets auch wieder gute, sodass zur Pause wieder die Bergstädterinnen mit 18:15 die Nase vorn hatten.

Zwei Heimspiele zum Abschluss


In der zweiten Halbzeit blieb die Partie eng und hart umkämpft. "Das Spiel war nicht unbedingt schön anzuschauen", gesteht Tippmann, der dennoch stolz auf die Leistung seiner Mannschaft war. Schließlich kamen in der acht junge Spielerinnen zum Einsatz, die eigentlich noch zur A- oder sogar B-Jugend gehören. Trotz der fehlenden Erfahrung geriet Marienberg nach der Pause nicht mehr in Rückstand. Mehr als den Ausgleich ließ das Team nicht zu, um sich kurz vor Schluss dann wieder abzusetzen. Das letzte Tor zum 31:29 war dabei ausgerechnet Laura Meyer vorbehalten, die mit 16 Jahren ihr Debüt im Frauenbereich gab und dabei vier Tore erzielte. Nun freuen sie und ihre Teamkollegen auf die letzten zwei Spiele des Jahres, die beide vor heimischer Kulisse ausgetragen werden. Zunächst ist am kommenden Samstag, den 30. November, der VfB Bischofswerda ab 17 Uhr zu Gast in Marienberg.

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