Marienbergs Oberliga-Handballerinnen müssen kleinere Brötchen backen

Verletzungsgeplagte HSV-Damen verlieren in Klotzsche auch das zweite Spiel im neuen Jahr

Marienberg

Nach einer überaus erfolgreichen Hinrunde müssen die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg im neuen Jahr weiter auf ihren ersten Sieg warten. Die Mannschaft aus dem Erzgebirge, die die Tabelle der Oberliga Sachsen lange angeführt hatte, musste sich nach der 24:26-Niederlage bei der HSG Langenhessen/Crimmitschau nun auch bei der SG Klotzsche geschlagen geben. 23:33 stand es am Ende aus Sicht der Gäste, die in der Tabelle hinter dem MSV Dresden (23:5 Punkte) auf Rang 2 bleiben. Allerdings beträgt der Abstand zur Spitze nun schon fünf Zähler.

 

Routine des Gegners macht den Unterschied

 

"Man muss die Qualität des Gegners auch mal anerkennen", sagt HSV-Trainer Chris Tippmann, der bereits im Vorfeld vor der Heimstärke der SG gewarnt hatte. Die ist in dieser Saison zuhause noch ohne Niederlage und konnte dabei auch den MSV Dresden in die Knie zwingen. Gegen Marienberg lieferten die Gastgeberinnen einen weiteren Beweis ihrer Stärke - und vor allem ihrer Geduld. "Der Gegner hat sehr langsam gespielt - meist an der Grenze zum Zeitspiel", so Tippmann. Doch bevor die Referees tatsächlich pfiffen, kam Klotzsche meistens doch noch zum Abschluss. Die aus Kroatien stammende Spielmacherin Ivana Vujica und die vom HC Rödertal gekommene Shirin Birnbaum, die mit zehn Toren erfolgreichste Werferin war, stachen dabei heraus.

 

Trainer setzt auf den Teamgeist

 

Schnell lag der HSV mit 1:5 hinten und konnte diesen Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Beim 8:11 kamen die Marienbergerinnen noch einmal etwas heran, doch ansonsten betrug der Abstand immer mindestens vier Tore. In der Schlussviertelstunde zogen die Gastgeberinnen dann weiter davon, was in Tippmanns Augen kaum Spuren bei den jungen HSV-Spielerinnen hinterlassen sollte. "Durch unsere verletzungsbedingten Ausfälle und die Doppelbelastung für viele junge Spielerinnen, die auch noch in der Jugend aktiv sind, müssen wir in der Rückrunde kleinere Brötchen backen", so der Trainer. Auf die Freude am Spielen dürfe das aber keinen Einfluss haben: "Es geht einfach darum, gemeinsam Spaß zu haben."

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