Markus Beyer: Erinnerungen an den Champion

Trauerfeier 800 Gäste nehmen Abschied von Box-Weltmeister

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Knapp 800 Besucher erwiesen Markus Beyer die letzte Ehre. Henry Maske (2.v.l.) gehörte zu den Trauergästen. Foto: Carsten Wagner

Schwarzenberg. Gänsehautmomente hat es am vergangenen Samstag in der Ritter-Georg-Halle Schwarzenberg gegeben. Denn dort nahmen zirka 800 Freunde, Wegbegleiter und Verwandte Abschied vom dreifachen Box-Weltmeister Markus Beyer. Er hatte im Alter von nur 47 Jahren am 3. Dezember den Kampf gegen seinen heimtückischsten Gegner verloren, wie es auch Trauerredner Rajko Müller vom gleichnamigen Bestattungshaus in Schwarzenberg ausdrückte. Müller verstand es während der Erinnerungsfeier ein ganz lebendiges Bild des ehemaligen Champions zu skizzieren, den viele für seine Bodenständigkeit, seine Verbundenheit zum Erzgebirge und seine Kompetenz in Sachen Sport schätzten.

"Beyer war einer von hier"

So erinnert Müller an die ersten Boxversuche, die Markus in der roten Turnhalle am Haltepunkt in Schwarzenberg absolvierte, erzählte von der engen familiären Bindung und von den Kontakten, die er zu seinen ehemaligen Klassenkameraden - ganz ohne Promibonus - pflegte. Markus Beyer war einer von hier und wollte mehr auch nicht sein. Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer machte noch einmal deutlich, dass er den Namen der Stadt in alle Welt getragen hat.

Und der Programm-Chef des MDR, Wolf-Dieter Jacobi, würdigte den Verstorbenen noch einmal für seine Professionalität als Kommentator bei Box-Veranstaltungen. Mit ihm habe jeder gern zusammengearbeitet und deshalb sei auch klar gewesen, dass man seinen Platz im Team freihalten werde. Denn irgendwie hoffte jeder darauf, dass es eine Rückkehr gibt. Doch das blieb ein unerfüllter Wunsch.

Freunde und Verwandte nehmen Abschied

Zu den Trauergästen in der Ritter-Georg-Halle gehörten viele Prominente, darunter die Box-Kollegen von Markus Beyer Marco Huck, Henry Maske und Sven Ottke. Es kam aber auch sein langjähriger Trainer Ulli Wegner mit seiner Frau, Sportfreunde vom Boxclub Wismut Gera und dem Boxclub Erzgebirge, den er mitgegründet hatte. Henry Maske würdigte Beyer am Rand der Erinnerungsfeier als großartigen Sportler, der mit Verstand im Ring aufgetreten sei.

Und auch Trainer Ulli Wegner wiederholte vor der Kamera des Mitteldeutschen Rundfunks noch einmal, dass Beyer ein durch und durch feiner Mensch gewesen sei - sein Lieblingssportler. Neben vielen Worten gab es am Samstag auch Musik. So erklang Time to say Goobye und wurde die Urne, als sie aus der Halle getragen wurde, durch den Steigermarsch begleitet.