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Markus Füchtner setzt drei kindliche Entwürfe für Nussknacker um

Projekt Harte Nüsse für Nussknacker-Erfinder in Seiffen

Seiffen. 

Seiffen. Nussknacker sind zum Nüsse-Knacken da. Dazu wurden sie um 1870 von Wilhelm Füchtner in Seiffen erfunden. Auf die achte Generation des Familienunternehmens warten nun drei ganz besonders harte Nüsse. Kinder haben sie geliefert. Im Januar hatte der Inhaber des Unternehmens Markus Füchtner zu einem Malwettbewerb aufgerufen. Wer wollte, sollte ihm seinen eigenen Nussknackerentwurf zukommen lassen. Den schönsten wollte er tatsächlich in seiner Werkstatt bauen.

Über 130 Zeichnungen

Über 130 Zeichnungen trudelten daraufhin per Post oder E-Mail ein. Einige wurden sogar persönlich in Seiffen abgegeben. Mit dieser großen Resonanz hätte die Familie nie gerechnet. Per Online-Abstimmung wurde der beste Entwurf ermittelt.

Gewonnen hat mit einem ungeheuren Vorsprung der sogenannte "Erzgebayer". Die Figur stellt eine Mischung aus einem erzgebirgischen Bergmann und einem Bayern dar. Gezeichnet hat ihn Felix Melzer aus Bergkirchen bei Dachau. Er sei im Erzgebirge geboren, jetzt aber in Bayern zu Hause, schrieb der Zehnjährige zusätzlich zu seinem Entwurf.

Zwei weitere Einsendungen werden bearbeitet

Ins Erzgebirge komme der Junge immer noch sehr gerne. Hier besuche er unter anderem seine Großeltern. Zur Umsetzung der Zeichnung hat Markus Füchtner schon seine Ideen. Wegen der hohen Zahl an Einsendungen wollte der Seiffener zwei weitere Entwürfe belohnen und ebenfalls bis Weihnachten herstellen. Diese wurden am Montagnachmittag bestimmt. Dazu waren Kinder aus dem Seiffener Hort in die Firma eingeladen. Sie sind vor einigen Jahren im Rahmen der "Kleine Hände - Große Zukunft" genannten Aktion schon einmal vor Ort gewesen. Damals hatten sie sich einen kleinen kindgerechten Einblick in das Handwerk verschafft. Diesmal durfte sich jeder die Zeichnung aussuchen, die ihm am besten gefällt und in die große Trommel werfen. Diese wird als Lacktrommel normalerweise zum Einfärben von Holzteilen verwendet.

Weiblicher Nussknacker sehr detailgetreu

Diesmal kam die Lostrommel zum Einsatz. Die Kindergartenerzieherin Mandy Göhler fischte den ersten Entwurf heraus. Dabei handelte es sich um einen Feuerwehrmann.

Gezeichnet hatte ihn Marie Sophie Enseleit aus Ansprung. Da Markus Füchtner schon immer einen weiblichen Nussknacker drechseln wollte, erfolgte eine weitere Ziehung. Diesmal fand eine sehr phantasievolle Nussknacker-Frau den Weg aus der Trommel. Der Fachmann erinnerte sich an diesen Entwurf von Emilie Bauer aus Gornau ganz genau. "Als die Zeichnung hier ankam, dachte ich schon, da hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben. Wenn ich das umsetzen will, dann muss ich mir auch sehr viel Mühe geben", sagte er kurz nach der Auslosung. Die vielen Details gelte es nun erst einmal zu analysieren. Es sei fraglich, ob sich das alles drechseln lässt, oder ob vielleicht Textilien dafür notwendig werden. Eine harte Nuss wird das allemal. "Ich freue mich drauf", so Markus Füchtner. Nun wird die Zeit eng. Alle drei Figuren sollen zur weihnachtlichen Bescherung fertig sein. Kreative Ideen sind gefragt.

Genau diese Herausforderungen liebt Markus Füchtner, wie er betonte.

Heute 16 Uhr im MDR

Am Dienstag, dem 14. September, berichtet die MDR-Fernsehsendung ab 16 Uhr "MDR um Vier" über die Ziehung der Nussknackerentwürfe.