Massenanfall an Verletzten: Feuerwehr und Rettungsdienst üben den Ernstfall

Großübung in Pfaffenhain

Pfaffenhain

Am Montagabend probten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Feuerwehrtechnischen Zentrum Pfaffenhain den Ernstfall: einen Massenanfall an Verletzten (MANV) nach einem Verkehrsunfall. Das Szenario stellte eine Kollision zwischen einem Bus und zwei PKW dar. Insgesamt mussten 15 Betroffene versorgt und gerettet werden.

Eingeklemmte Fahrer und schwer Verletzte

Die Feuerwehr Oelsnitz und die Kameraden aus Hohndorf standen vor einer besonderen Herausforderung: Zwei PKW-Fahrer waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden. Erschwert wurde die Rettung durch die Seitenlage eines der beteiligten Fahrzeuge. Im Bus befanden sich zwölf „Verletzte“, die nach und nach evakuiert und medizinisch versorgt wurden. Eine Übungspuppe diente als besonders schwer verletzte Person, an der auch die Reanimation trainiert wurde.

Rettungsdienst mit Triage-Verfahren

Parallel zur technischen Rettung führte der Rettungsdienst unter Leitung eines Notarztes die Triage durch. Dabei wurden die Patienten nach Schweregrad ihrer Verletzungen eingestuft, um die medizinische Versorgung zu priorisieren. Im Anschluss erfolgte die weitere Behandlung in einer eingerichteten Sammelstelle, bevor die simulierten Patienten abtransportiert wurden.

Kommunikation und Zusammenarbeit im Fokus

Übungsleiter Lars Heinzig von der Feuerwehr Hohndorf betonte, dass die Übung insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst stärken sollte. „Es ist wichtig, solche Szenarien regelmäßig zu trainieren und Erfahrungen zu sammeln“, erklärte Heinzig.

Bürgermeister vor Ort

Auch Oelsnitz’ Bürgermeister Thomas Lein war vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Einsatzkräfte. Für ihn sei die Feuerwehr nicht nur Pflichtaufgabe, sondern auch Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Kameraden. Zudem hob er die enge Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Hohndorf hervor, die sich auch beim Brandschutz bewährt habe.

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