Matthias Münzner erhält Bahn der Nachwelt

Kühnhaide. 

Kühnhaide. Um 1900 gab es detaillierte Absichten, von Grünthal bis Reitzenhain eine Schmalspurbahnstrecke zu errichten, wogegen sich Pferdefuhrwerker erfolgreich wehrten. Nach einem Jahrhundert gibt es nun doch noch in Kühnhaide eine Bahnanlage, wenngleich nur als Miniausgabe. Auf 600 Metern Bahngleisen können drei Lokomotiven verkehren, eine große 25 PS-starke und zwei kleinere mit jeweils 18 PS. Sie alle verrichteten ihren Dienst einstmals in einem ehemaligen Granitwerk in der Lausitz. Der Kühnhaidner Matthias Münzner ist nicht nur selbst begeistert von der alten Technik, er macht es insbesondere für seine Enkel Sanny, Leonie, Tim und Luise (Foto/v.l.). "Mein Ziel ist es, der Nachwelt zu erhalten wie früher gearbeitet wurde", so der Kühnhaidner, den ein persönlicher Bezug mit der alten Technik verbindet. Denn er arbeitete vor der Wiedervereinigung im Torfwerk, wo ebenfalls eine Lok ihren Dienst verrichtete. Mit der Idee einer Bahn auf seinem weitläufigen Grundstück ging er viele Jahre schwanger, im Vorjahr dann begann er tatsächlich mit dem Bau, spürte zuvor die alte Technik auf und setzte sie instand, hat unter anderem Kipp- und Holz-Loren liebevoll wiederhergerichtet.

Und der Höhepunkt zum Schulanfang im August war natürlich für seine Enkel eine Fahrt mit der Eisenbahn. "Ich habe noch sehr viel vor", so Matthias Münzner inspiriert.