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Sachsen

MDR-Team dreht in Borstendorf

Medien Auf kulturellen Spuren im Kreis Erzgebirge

Borstendorf. 

Borstendorf. Auch zu Corona-Zeiten ist MDR-Moderatorin Beate Werner mit ihrer Sendung "Unterwegs in Sachsen". Ein- beziehungsweise zweimal pro Woche stellt sie seit nunmehr über 20 Jahren Plätze vor, die womöglich noch nicht jeder kennt, die aber auf jeden Fall eine Reise wert sind. Eigentlich steht das Programm schon monatelang im Vorfeld fest, doch aufgrund der Pandemie ist derzeit vieles anders. "Wir kommen ja derzeit nicht in die großen Museen oder Kunstsammlungen", erklärt Redakteurin Heike Riedel, die viel Arbeit im Hintergrund erledigt und Themen einfädelt. Gerade kleinteilige Geschichten abseits des großen Rampenlichts seien derzeit gefragt. Dementsprechend froh war die Redakteurin über den Geheimtipp einer Hobby-Wanderin aus dem Vogtland, die das MDR-Team auf den Schachwanderweg in Borstendorf aufmerksam machte.

Thema mit vielen Aspekten

"Es ist verrückt, was es zu diesem Thema alles zu erzählen gibt", sagt Heike Riedel. Angefangen bei der 1872 gegründeten Firma Karl Paul Uhlig, die für den Beginn der Schachbrettproduktion im Ort sorgte, über die vielen unterschiedlichen Brett- und Holzarten bis hin zur einzigarten Rolle, die Borstendorf in der DDR einnahm, gab es bei den fünftägigen Dreharbeiten im mittleren Erzgebirge viel zu erforschen. Dass dieses kleine Dorf bis zu 7000 Schachbretter pro Monat produzierte und diese dann in die ganze Welt exportierte, brachte alle Beteiligten zum Staunen. Und es soll auch das TV-Publikum beeindrucken, wenn die Sendung am 13. Februar ab 18.15 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt wird. "Unterwegs mit König und Dame" lautet der Titel.

Ortsvorsteherin vor der Kamera

Die vielen Eindrücke in 30 Minuten zu bündeln, dürfte dem Fernsehteam gar nicht so einfach fallen, denn es wurden unheimliche viele Aufnahmen gemacht. Erfahrene Schnitzer wurden ebenso besucht wie Volkskunst-Ausstellungen und natürlich die 16 Stationen des einzigartigen Borstendorfer Schachwanderwegs, denn hinter jeder der Figuren verbirgt sich eine Geschichte. Dass der besondere Wanderweg 2012 eingeweiht wurde, war vor allem ein Verdienst von Christel Rothamel. Und natürlich durfte die Borstendorfer Ortsvorsteherin in der Sendung nicht fehlen. Auch ihr Forsthaus, in dem eine der 16 Schachfiguren steht, wurde von Moderatorin Beate Werner und dem Kamerateam besucht. "Wir waren überrascht und natürlich hoch erfreut, dass das MDR-Team vorbeigekommen ist. Das ist eine schöne Gelegenheit, unser Projekt noch bekannter zu machen, und zugleich ein Lohn für all diejenigen, die sich um den Schachwanderweg kümmern", so Christel Rothamel. Auch sie ist schon gespannt auf die Ausstrahlung am 13. Februar ab 18.15 Uhr.