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Mehr als tausend Personen gegen Corona-Maßnahmen in Zwönitz unterwegs

Blaulicht 260 Polizeibeamte im Einsatz

Zwönitz. 

Zwönitz. Die Polizeidirektion Chemnitz führte heute im Stadtgebiet von Zwönitz erneut einen Einsatz durch, da in Messengerdiensten zu einem Aufzug aufgerufen wurde. Eine Versammlungsanzeige lag dahingehend nicht vor. Unterstützt wurden die hiesigen Einsatzkräfte durch Beamte der sächsischen Bereitschaftspolizei. In Summe waren knapp 260 Einsatzkräfte involviert. Das teilte die Polizei am Samstagabend mit.

 

Keine Versammlung angezeigt

Gegen 14:35 Uhr war im Bereich der Franz-Schubert-Straße/Goethestraße laut Polizei auf einem Parkplatz eine Ansammlung von etwa 60 Personen festzustellen. Die Personenzahl wuchs in der Folge zügig an. Etwa zehn Minuten später setze sich die Gruppierung mit etwa 600 Personen in Bewegung und lief in Richtung Bahnhofstraße. Trotz mehrfacher Ansprache wurde auch vor Ort keine Versammlung angezeigt. Alle polizeilichen Ansprachen wurden jedoch konsequent ignoriert.

 

Der Aufzug führte durch ein Wohngebiet weiter über die Neue Straße und die Matthias-Enderlein-Straße in die Beethovenstraße. Anschließend über die Bahnhofstraße in die Niederzwönitzer Straße und letztlich zum Markt. Gegen 16:35 Uhr löste der Aufzug zügig auf. In der Spitze nahmen geschätzt rund 1.250 Personen an der Versammlung teil.

 

Im Einsatzverlauf und zum Ende des Aufzuges stellten Einsatzkräfte die Identitäten von insgesamt zehn Personen fest, die sich als Teilnehmer der Versammlung vermummt hatten. Gegen sie wurden Verfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Durchführung einer nichtangezeigten Versammlung eingeleitet.

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