Mehr Barrierefreiheit im Bergbaumuseum?

Neugestaltung Gesamtprojekt kostet 17,25 Millionen Euro

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Museumsleiter Jan Färber und Katrin Stückrath vom Landratsamt des Erzgebirgskreises haben schon einen groben Plan vor Augen. Foto: R. Wendland

Oelsnitz. Im Bergbaumuseum Oelsnitz sind Veränderungen in Planung - eine Sanierung der Gebäudesubstanz und die Neukonzeption des Museums stehen an. Bis ins Jahr 2020 sind abschnittweise Sanierungsarbeiten vorgesehen. Doch bis der Startschuss fällt, dauert es noch etwas. "Wir stecken gerade im Vergabeverfahren und sind auf der Suche nach dem Generalplaner", erklärt Katrin Stückrath vom Landratsamt des Erzgebirgskreises.

Voraussichtlich im Mai wird es den Zuschlag geben. Die Ausschreibung lief europaweit. Beteiligt haben sich sieben Büros aus Deutschland. Sobald der Generalplaner feststeht, müsse man sich um einen Zeitplan kümmern. Das Volumen für das Gesamtprojekt beläuft sich auf 17,25 Millionen Euro inklusive museumsgestalterischer Dinge.

Ein Großteil der Investition wird über Fördermittel realisiert. Es gilt: langfristige Nachhaltigkeit. Das Thema Barrierefreiheit spielt eine große Rolle. Allerdings, so Stückrath, sei das schwierig umsetzbar. Wie Museumsleiter Jan Färber erklärt, habe man nicht vor, das Museum über einen längeren Zeitraum zu schließen: "Wir haben beispielsweise mit dem Rundbau die Möglichkeit, kleinere Sonderausstellungen durchzuführen. Auch das Anschauungsbergwerk wollen wir möglichst nicht antasten. Dort sollen Führungen angeboten werden, soweit es die Bautätigkeiten zulassen."

Die Sicherheit der Besucher habe oberste Priorität. Im Keller werde der Sanierungsbedarf ganz besonders deutlich. Eher, als im oberen Bereich des Gebäudes. Die Keller-Räume werden einbezogen. Färber spricht davon, dass man den Platz nutzen wolle, unter anderem als Depot für museale Objekte.