Messe belegt Renaissance des Fahrradfahrens

Fortbewegung Händler sammelt am Bodensee wichtige Erkenntnisse

messe-belegt-renaissance-des-fahrradfahrens
Stefan Weinhold sammelte auf der Messe wichtige Erkenntnisse, die vor allem E-Bikes betreffen. Foto: Andreas Bauer

Marienberg. Für vier Tage hatte es Stefan Weinhold an den Bodensee verschlagen. Aber nicht, um dort Urlaub zu machen. Stattdessen wollte sich der Marienberger Fahrradhändler bei der weltgrößten Bike-Messe weiterbilden und Kontakte knüpfen. Wie alle 42.000 Fachbesucher aus 101 Ländern sammelte Weinhold wichtige Erkenntnisse, noch bevor die sogenannte Eurobike am letzten Tag für die breite Öffentlichkeit zugängig gemacht wurde.

Nach seiner Rückkehr aus Friedrichshafen spricht der Erzgebirger von einer "Renaissance des Fahrradfahrens, an der das E-Bike maßgeblichen Anteil hat". Die Konstruktion sowie die Technik werden laut Weinhold immer ausgereifter. Dies mache sich an den Akkus, aber auch an den Rahmen bemerkbar, in denen die kleinen Motoren kaum noch auffallen.

Radfahren ist auch für Arthrose-Patienten geeignet

Neben Herstellern waren auf der Eurobike aber noch andere Experten vor Ort. So wurde auch über das Thema Gesundheit referiert. Das Feedback von Ärzten bestätige dabei die These, dass Pedalieren mit wenig Kraft gut für Arthrose-Patienten ist.

"Ohne größeren Druck kann Gelenkschmiere aufgebaut werden. Das hilft, schmerzfrei zu bleiben", gibt Weinhold die Informationen weiter. Außerdem werde auf E-Bikes stets in einem gesunden Herzfrequenzbereich gefahren. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Eurobike war der Fahrrad-Tourismus.

"Überall in Deutschland wächst das asphaltierte Radwegenetz", sagt Weinhold, der mit Vertretern aus verschiedenen Bundesländern gesprochen hat. Obwohl sich auch hier im Erzgebirge einiges tut, sieht er weiterhin Nachholbedarf. Wichtig sei eine Anbindung des mittleren Erzgebirges an die Region Chemnitz, denn "dort schlummert großes Potenzial". Viele Touristen könnten in die Region gelockt werden, "denn das Fahrradfahren erlebt nun mal eine Renaissance".