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Miese Masche: Rentner bekommt große Liebe versprochen und muss blechen!

Vorsicht Kontaktbörse zockt gutgläubigen Pensionär ab

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Er war so zuversichtlich, hatte großes Vertrauen in die Partneragentur gesetzt, die mit Seriosität und unkomplizierter Vermittlung in ihrer Anzeige warb. Schon länger trug sich Rentner B. (Name der Redaktion bekannt) mit dem Gedanken, einmal auf eine solche Annonce, welche immer wieder in den Medien zu lesen sind, zu antworten. Als Witwer, Mitte 80 und noch fit, hatte er das Alleinsein satt.

Alles schien perfekt

"Nur Mut", sagte er sich selbst und meldete sich bei der Agentur mit Sitz im Erzgebirge. Die Dame, die angeblich ebenfalls auf der Suche nach Zweisamkeit war, erfüllte alles, was auch er sich vorstellte. Alter und Optik schienen zu passen, ihr früherer Beruf und die Interessen. Rentner B. war unglaublich gespannt, sie bald kennenzulernen. Die Partneragentur schickte ihm auch gleich eine Mitarbeiterin ins Haus, um die Details zu klären. Beim Abschied zwitscherte diese "Ich verspreche Ihnen, zu Weihnachten sind Sie wieder glücklich liiert". Eine Quittung für die Aufwandsentschädigung des Besuches zu verlangen, kam dem Rentner nicht in den Sinn.

Er schätzte auch die Tragweite der drei Unterschriften, die er geleistet hatte nicht ein. Diese hatte sich die Angestellte - im Nachhinein betrachtet mit fadenscheinigen Begründungen über Datenschutz etc. - nämlich erschlichen. Damit die Agentur überhaupt tätig werden "durfte", musste der Rentner einem Verein beitreten. Das wäre zwingend notwendig, wurde ihm erklärt. Besagter Verein hatte dann seinen Sitz schon in einem anderen Bundesland. Es folgten Zahlungsaufforderungen. Bis zu vierstellig! Ohne übrigens die Wunschdame je kontaktiert zu haben. Um die Sache abzukürzen: Er hat weder eine Anschrift erhalten, noch die Dame kennengelernt. Da zog der betrogene Rentner enttäuscht die Reißleine. Seither kämpft er darum, diesem Sumpf zu entfliehen. Mit der geleisteten Unterschrift hat man ihn allerdings insoweit festgenagelt, dass er seinen Auftrag nicht stornieren kann.

Lächerlicher Vergleich als letzter Ausweg

Nach Nerven aufreibendem Hin und Her hat man ihm einen lächerlichen Vergleich angeboten. "Den werde ich wohl annehmen müssen, um einen Haken an meine Dummheit machen zu können. Ich war zu gutgläubig, dachte, dass es das Leben nochmal gut mit mir meinen könnte. An Betrug habe ich nicht gedacht und kann nur raten, in solchen Fällen bloß keine Unterschriften zu geben. Das Einzige, was an diesen Dienstleistungen sicher ist, ist, dass der Geldbeutel arg strapaziert wird und man rechtlich kaum Chancen hat", so der resignierte Rentner abschließend.



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