Milchpreis: Große Sorge bei den Landwirten

Sorgen Alexander Krauß (CSU) lädt zum Landwirte-Frühstück

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Region. Die Sorgen der Landwirte sind groß. Das ist beim Landwirte-Frühstück in Lauter-Bernsbach deutlich geworden, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß eingeladen hatte.

Überangebot von Milch sei Schuld

Kein einziger Stuhl an der langen und reichlich gedeckten Tafel war leer geblieben. Ganz im Gegenteil: Es mussten sogar zusätzliche Stühle geholt werden. Vor allem die neue Talfahrt des Milchpreises lässt bei den Bauern sämtliche Alarmglocken schellen. Um ganze acht Cent ist der Milchpreis innerhalb eines Vierteljahres gefallen. Er liegt damit erneut unter 30 Cent. Dabei sagen die Landwirte, dass sie erst bei 40 Cent wirtschaftlich arbeiten können.

Von der Politik allerdings haben sie kaum etwas zu erwarten - auch das ist klar. Denn letztendlich entscheidet die Nachfrage über den Preis. "Schuld ist das weltweite Überangebot an Milch", sagt André Fuchs, Landwirt aus Eibenstock. Dadurch können die großen Molkereien die Preise drücken. Für viele Landwirte ist das allerdings eine wirtschaftliche Katastrophe. Denn es sei kaum möglich in besseren Zeiten Geld auf die Seite zu legen.

Auch Bürokratie macht zu schaffen

Selbst im vergangenen Jahr, als der Milchpreis über 30 Cent lag, habe er unter der Wirtschaftlichkeit gelegen. "Über Geld verdienen oder gar zur Seite legen brauchen wir deshalb nicht zu sprechen", so Fuchs, der 1990 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

Ein zweites Problem, das den Landwirten zu schaffen macht, ist die wachsende Bürokratie. So seien Anträge kaum noch zu bewältigen und die Hürden sehr hoch. Werner Bergelt, Geschäftsführer des Regional Bauernverbandes Erzgebirge, fordert daher mehr Unterstützung für die Landwirte.