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Milliarden Borkenkäfer schwärmen aus

Borkenkäfer Milde Temperaturen lassen Tiere wieder aktiv werden

Eibenstock. 

Eibenstock. Mit dem Anstieg der Temperaturen startet auch die Saison der Borkenkäfer wieder, die in den heimischen Wäldern Schäden anrichten. Vielerorts schwärmen derzeit die Insekten aus ihren Winterquartieren aus und suchen sich ganz gezielt geeignete Bäume aus, um sich unter der Rinde zu vermehren. Solange die Entwicklung der Larven noch nicht abgeschlossen ist, können effektive Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das bedeutet: befallene Bäume müssen gefällt und die Stämme so schnell wie möglich aus dem Wald gebracht werden. Das Problem: bei starkem Befall sterben die Bäume ab. Wie es vom Sachsenforst heißt, droht dieses Szenario in diesem Jahr wieder auf großer Fläche in den sächsischen Wäldern. Sachsens Forstminister Wolfram Günther sagt, man sehe einem weiteren Jahr mit dramatischem Borkenkäferbefall und katastrophalen Schäden entgegen. Man wolle helfen, Schäden durch Borkenkäfer finanziell und technisch besser stemmen zu können. Beispielsweise fördere man spezielle Waldschutzmaßnahmen nach der Richtlinie Wald und Forstwirtschaft, wenn durch das Schadholz eine weitere Verbreitung von Borkenkäfern drohe. In Sachsen werden die rund 85.000 Waldbesitzer unterstützt. Der Freistaat fördert Maßnahmen in 2020 mit rund zehn Millionen Euro und für den Zeitraum von 2021 bis 2023 stehen weitere 28 Millionen Euro für diese Maßnahmen zur Verfügung. Das Thema Borkenkäfer beschäftigt Waldbesitzer jetzt schon lange Zeit. Über den Winter gab es jetzt eine Verschnaufpause und Zeit, Schadholz zu beseitigen. Doch jetzt ist ein entschiedenes Handeln gefragt. Waldbesitzer seien jetzt aufgerufen, ihre Wälder mit dem Beginn des Schwärmens intensiv auf frischen Befall durch Borkenkäfer oder andere Schadinsekten zu kontrollieren und bei Erkennen eines frischen Befalls sofort zu handeln. Da sich Borkenkäfer unter der Rinde der Bäume vermehren. Wie Alexander Clauß, Revierleiter im Forstrevier Schönheide sagt, sei die Borkenkäfer-Situation auch für Forstleute beängstigend. Wie er sagt, sei es 2018 schon die größte Katastrophe seit 1947 gewesen und 2019 war der Befall viermal so stark. Und der Borkenkäfer wird den beruflichen Alltag der Forstmitarbeiter auch weiterhin mit bestimmen. Info für Waldbesitzer: www.sbs.sachsen.de/waldbesitzer-portal-8319.html.

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