Millionen für die Halden-Sanierung

Baureport Vorhaben in Bad Schlema startet im Sommer

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Manfred Speer, Bürgermeister Jens Müller und Jens Regner (v.li.) haben zur geplanten Haldensanierung informiert. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Dass die Halde 65 mitten in der Ortslage von Bad Schlema saniert werden soll, davon spricht man schon länger. Jetzt wird das Projekt langsam konkret. Im Rahmen einer Info-Veranstaltung im Gemeindesaal haben die Verantwortlichen zum Projektablauf informiert. Investiv gesehen spricht Manfred Speer, Leiter Projektträger Wismut-Altstandorte, von rund sieben Millionen Euro, die man für die Sanierung aufwenden muss.

Kontaminiertes Material muss abtransportiert werden

Die Fläche umfasst rund 4,8 Hektar. Rund 500 Kubikmeter an Halden-Material fällt an. Dieses soll abgetragen und per LKW nach Hartenstein transportiert werden. "Hätte man diese Lagermöglichkeit nicht gefunden, wäre das Projekt aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nicht umsetzbar gewesen", erklärt Speer. "Das Material, das transportiert wird, ist gering kontaminiert, es ist aber kein hochradioaktiver Stoff", erklärt Jens Regner, Experte für Strahlenschutz bei der Wismut GmbH. Erfolgte Bohrungen zeigen, so Regner, dass die Werte der Oberfläche nach unten hin nicht wesentlich abweichen. Mit der Rodung zur Vorbereitung der Sanierungsarbeiten soll zeitnah begonnen werden. Start für die eigentlichen Arbeiten soll Mitte des Jahres sein.

Unklarer Zeitplan

Was die Endfertigstellung angeht, sagt Manfred Speer: "Wir müssen mit zwei bis drei Jahren Bauzeit rechnen. Es ist schwer einzuschätzen, weil wir nicht wissen, ob es Zwangspausen durch den Winter geben wird."