Mini-Veilchen Finn bekommt Einzeltraining

Coronakrise Mandy Kunze sagt allen Mitgliedern von Erzgebirge Aue "Dankeschön"

Plauen/Aue. 

Plauen/Aue. Der FC Erzgebirge Aue darf ab Montag dank Sondergenehmigung wieder in den Übungsbetrieb einsteigen. In Sachen Trainingsrückstand ist den männlichen Bundesligakickern ein Mini-Veilchen aber einige Meilen voraus. Der kleine Finn Gröger hat nämlich seinen Personaltrainer direkt zu Hause. "So kann ich trainieren. Trotz Ausgangsbeschränkung", berichtet der Achtjährige, der bei den U9-Junioren der Auer aktiv ist. Wie das geht? "Ganz einfach. Das hier ist meine Mama", lachte der Nachwuchskumpel und rannte mit Ball am Fuß auf Mandy Kunze zu. Der BLICK-Reporter hatte das Duo während seiner Arbeit am Wegesrand auf einem Bolzplatz getroffen und gleich erkannt. Die 34-Jährige gehört zu den bekanntesten Fußballerinnen in Sachsen. Die Plauenerin stürmte in ihrer aktiven Zeit zunächst für Wacker Plauen, dann für die SG Jößnitz, den VFC Plauen und für Merkur Oelsnitz. Es folgte der Sprung zum FC Erzgebirge Aue in die Regionalliga.

 

Der Kumpelverein hat phantastische Fans

 

Noch größere Bekanntheit im Kumpelverein erlangte Mandy Kunze aber durch die größte Datenbank, die der Traditionsclub in seiner Geschichte jemals vorweisen konnte. "Ich darf 9.000 Mitglieder verwalten. Das ist gerade jetzt während der Coronakrise ein ganz wichtiges Fundament im Überlebenskampf. Es wird nur gemeinsam gehen", sagt die Vereinsangestellte, die durch diese Mitgliederverwaltung auch Kontakt hat zu vielen Menschen, die derzeit finanzielle Probleme haben. "Dass wir trotzdem auch jetzt noch Neuanmeldungen rein bekommen, macht mich sprachlos. Unsere Fans sind unser Lebenselixier. Euch allen ein riesiges Dankeschön", sagt die Partnerin von FCE-Geschäftsführer Michael Voigt. Die Fußballfamilie lebt im Vogtland, wo es nicht nur im Heimatdorf Großfriesen (Ortsteil von Plauen), sondern auch in der Umgebung etliche Anhänger der Lila-Weißen gibt.