Miniaturen ziehen die Blicke auf sich

Sonderschau Kunst der Häuselmacher aus Rechenberg-Bienenmühle in Schönheide zu sehen

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Museumsleiter Andreas Schubert in der Sonderausstellung. Foto: Ralf Wendland

Schönheide. Es ist eine faszinierende Welt, in die man im Bürsten- und Heimatmuseum in Schönheide derzeit die Besucher entführt. Zu sehen sind neue und alte Miniaturhäuser der Häuselmacher aus Rechenberg-Bienenmühle im Osterzgebirge. "In Rechenberg-Bienenmühle werden kleine Fachwerkhäuser in verschiedenen Größen gefertigt", erklärt Andreas Schubert, Museumsleiter der Schönheider Einrichtung. Vom Maßstab her bewegen sich die Miniaturhäuser ungefähr in einer Spanne von 1:25 bis 1:120, so Schubert. Im Schönheider Museum ist eine breite Vielfalt der Häuschen ausgestellt. Neben den Modellen sind auch Teile einer Fotosammlung mit historischen Miniaturhäuschen aus dem Erzgebirge mit zu sehen. Diese haben die Häuselmacher über die Jahre zusammengetragen. Entstanden ist so eine umfangreiche Sammlung, die neben der eigenen Herstellung der Miniaturen gewachsen ist. Damit drückt man zusätzlich die Liebe zum Fachwerkhaus aus. Wie Andreas Schubert erklärt, reicht die Tradition der Miniaturhäuser weit zurück. Die Häuselmacher, sprich Hersteller von Spielzeughäuschen, habe es in den Spielwarenzentren des Erzgebirges schon vor 200 Jahren gegeben. In Katalogen des 19. Jahrhunderts habe man Sortimente mit Städten und Dörfern, Rittergütern, Klöstern oder Schlossanlagen in Miniatur aufgezeigt.

Noch bis zum 24. Februar ist die aktuelle Sonderschau in Schönheide aufgebaut, in der neben den Miniaturen auch historische Pyramiden, Figuren und Holzspielzeuge aus dem Museumsfundus dargestellt werden. Ebenso dreht eine Spieleisenbahn ihre Runden und es sind Werke von den Schönheider Klöpplerinnen ausgestellt. Das Bürsten- und Heimatmuseum ist immer samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr geöffnet und Interessierte haben Gelegenheit, sich in aller Ruhe umzuschauen.