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Minister favorisiert Klosterbau

Wirtschaft Neues Erzgebirgsfinanzamt soll 2020 in Betrieb gehen

Dass das neue Finanzamt für den Erzgebirgskreis in Annaberg-Buchholz seinen Standort haben wird, ist sicher. Doch mit welchem Konzept Sachsens Finanzminister Georg Unland liebäugelt, dass verriet er am Freitag bei einem Pressetermin persönlich. Dabei hat sich der Minister eingehend mit der Annaberger Altstadt befasst. Genauer mit den Gebäudekomplexen des Amtsgerichtes, der Alten Post und, man staune, sogar mit dem alten Kloster. Und das ist neu: Der CDU-Politiker möchte das 1512 geweihte Franziskanerkloster wieder aufbauen lassen und samt Kreuzgang und Klostergarten als einen Teil des neuen Erzgebirgsfinanzamtes nutzen. Dazu sagte Georg Unland: "Es hat sich herausgestellt, dass Annaberg-Buchholz im Erzgebirge die zentralste Lage hat und deshalb wird die Stadt eines der größten Finanzämter in Sachsen bekommen. Mit dem angedachten Areal wollen wir auch etwas für die Stadtentwicklung tun. Das Problem ist, dass die historische Bausubstanz der Gebäude aus unterschiedlichen Epochen stammt, was die architektonische Umsetzung demzufolge nicht einfach macht." Das alte Kloster wiederzubeleben sei laut Unland, machbar. Den frühesten Baubeginn beziffert der Minister auf Ende 2017, die eventuelle Fertigstellung soll im Jahr 2020 sein. Die Kosten des Baues werden mindestens 15 Millionen Euro betragen. Die bisherigen Finanzämter in Stollberg und Zschopau werden geschlossen. Entlassungen soll es keine geben, denn das neue Erzgebirgsfinanzamt benötigt rund 400 Finanzbeamte. Allerding sind die Mitarbeiter dann nicht mehr so nah am Bürger. Auch dafür hat Georg Unland ein Konzept und meinte: "Damit die Bürgernähe halbwegs gewährleistet ist, werden an entfernten Standorten Bürgersprechstunden abgehalten. In Zittau funktioniert das schon sehr gut." In Schwarzenberg wird das Sonderfinanzamt für den Freistaat installiert. Was das Annaberger Amtsgericht betrifft, so ziehen dessen Bedienstete im nächsten Jahr nach Marienberg um. Als Vorsteherin des Finanzamtes Annaberg betonte Marion Braun: "Ein Finanzamt muss funktionieren. Bürgerfreundlichkeit sowie kurze und schnelle Kommunikationswege sind eine Herausforderung, die eine moderne Staatsverwaltung erfüllen muss."



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