Mit 43 Jahren aus dem Leben gerissen: Familie trauert um Ehemann und Vater

Eine junge Familie im Erzgebirge muss plötzlich ohne Vater weiterleben. Freunde sammeln Spenden für die Ehefrau und die Tochter.

Erzgebirge

Für eine Familie aus dem Erzgebirge ist von einem Moment auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Es ist ein Verlust, für den es keine richtigen Worte gibt. Zurück bleiben Trauer, Erinnerungen und Schmerz. Janet spürt das bei jedem Satz, den sie über ihren Mann sagt. Im Alter von 43 Jahren ist ihr Ehemann und Vater ihrer gemeinsamen sechsjährigen Tochter unerwartet verstorben.

Spendenaktion

Gemeinsame Tochter wird bald eingeschult

Janet und ihr Mann Andre kannten sich schon lange: 2009 lernten sie sich kennen, später wurden sie ein Paar. 2015 heirateten sie, 2019 kam ihre Tochter zur Welt. Sie bauten sich im Erzgebirge ein Eigenheim auf. In ein paar Wochen steht für ihre Tochter ein großer Schritt an: Schulanfang. Doch statt Vorfreude ist da nun eine Leere.

Plötzlich aus dem Leben gerissen

Es war ein ganz normaler Morgen. Janet und Andre saßen gemeinsam am Frühstückstisch. Ihr Mann Andre steigt später aufs Fahrrad, fährt in den Wald. Doch er kommt nicht mehr zurück. Andre wird bewusstlos von Fußgängern im Wald entdeckt.

Es folgte ein Wettlauf gegen die Zeit: Andre wurde reanimiert. Er kam „herzmäßig“ wieder zu sich, sagt Janet. Jedoch war der Zeitraum vermutlich zu lang, in dem das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt worden war.

Hoffnung, Tränen und ein letzter Abschied

Andre wurde ins künstliche Koma versetzt und später in ein weiteres Krankenhaus verlegt. Für Janet und die Familie war das eine Woche zwischen Hoffen und Zerbrechen. Sie mussten sich doch auf das vorbereiten, was niemand vorbereiten kann. Schließlich verabschiedeten sich Janet und die sechsjährige Tochter von ihm. Eine Woche nach dem Unfall starb Andre an Hirntod.

Die Ursache bleibt unklar

Warum es überhaupt zu dem Sturz kam, ist bis heute unklar. Janet sagt, medizinisch sei nichts gefunden worden, was den Unfall erklären könnte.

Ein Verlust, der alles verändert

Janet steht jetzt vor einer Leere, die nicht nur emotional alles verschlingt. Plötzlich ist sie allein verantwortlich – für laufende Kosten, für den Alltag, für das Haus und für ein Kind, das bald in die Schule kommt.

Zwischen Trauer und Existenzangst

Neben all der Trauer rückt für Janet nun auch eine weitere Sorge in den Vordergrund: Existenzangst. Freunde, Nachbarn und Andres Familie stehen Janet und der kleinen Tochter in dieser schweren Zeit zur Seite, wofür sie sehr dankbar ist.

Freunde, Familie und Nachbarn helfen

Ihre Freunde haben deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um Janet und ihre Tochter finanziell zu unterstützen. So soll zumindest ein Teil der zusätzlichen Belastung aufgefangen werden. (Über diesen Link gelangt man zur Spendenaktion). Besonders am Herzen liegt der Familie, das Eigenheim zu bewahren – damit die Tochter weiter in ihrem vertrauten Zuhause aufwachsen kann.

Was jetzt bleibt, sind Erinnerungen

„Man denkt, jeden Moment ist er wieder da“, sagt sie unter Tränen. Als müsste nur die Tür aufgehen, als käme er gleich rein. Doch es passiert nicht. Andre war, erzählt Janet, ein Mensch mit vielen Freunden. Offen, herzlich, jemand, der in Vereinen aktiv war, der geholfen hat. „Er war ein liebevoller Papa.“

„Damals hat er‘s geschafft – und jetzt hat er den Kampf verloren“

Janet erzählt auch von einer Zeit, in der sie schon einmal um Andre gebangt hatte: nach einem Motorradunfall. Damals kämpfte er sich zurück, Reha, Schritt für Schritt und irgendwann wurde alles wieder gut. Unter Tränen sagt sie: „Damals hat er‘s geschafft – und jetzt hat er den Kampf verloren.“

Spenden-Update nach einer Woche

Die Hilfsbereitschaft für die Familie hält an. Eine Woche nach Veröffentlichung des Artikels ist die Spendensumme auf der Plattform „GoFundMe“ weiter gestiegen. Janet bedankt sich für jede Form der Unterstützung und schreibt: „Wir sind so unendlich dankbar für die weitere Unterstützung und Anteilnahme der letzten Tage. Danke an jede einzelne Person, die spendet, teilt und an uns denkt.“

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