Mit einem Schuss genau ins Schwarze

Wettstreit Schlettauer wird Erzgebirgischer Schützenkönig

Großer Bahnhof im Berghotel an den Greifensteinen: Knapp 120 Gesandte aus 14 erzgebirgischen Vereinen von Jugend bis Senioren haben sich zum Schützenball getroffen und ihre Erfolgreichsten des Jahres geehrt. Höhepunkt aber war die Proklamation des Schützenkönigs. Der bleibt stets bis zum Ball streng geheim. Den Auftakt zur Zeremonie und zum abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, u.a. mit der Tanzgruppe Infinity aus Geyer, gab zunächst eine Gedenkminute. Sie galt Kreisschützenmeister Bernd Wurm, der vergangenen Mai im Alter von 74 Jahren verstarb.

Nachdem der 2. Kreisschützenmeister Karl Nestler einen kurzen Rückblick aufs Sportjahr gezeichnet hatte, rückten die Gewinner und Platzierten der Wettkämpfe in den Mittelpunkt. Unter 42 Schützinnen und Schützen setzte sich in diesem Jahr der "König" mit einer glatten 10 durch. Er kommt aus Schlettau und erhielt traditionsgemäß aus den Händen des Vorjahressiegers, diesmal von Thomas Rose vom Privilegierten Jägercorps Grünhain, die begehrte Wandertrophäe. Der Wettbewerb um den höchsten Treffer fand zuvor in Grünhain statt mit Kleinkalibergewehren. Jeder der Schützen hat dabei hat nur einen einzigen Schuss, der auf 50 Meter Entfernung abgegeben wird. Als Sieger daraus geht Ronny Tippmer vom SV Schlettau hervor, er ist neuer Erzgebirgischer Schützenkönig. "Ich bin überrascht und einfach sprachlos. Da haben sich die 3 Euro gelohnt", sagte der 53-jährige Schießsportleiter der Schlettauer, der erstmals Schützenkönig wurde. "Da nur ein Schuss abgefeuert werden darf, ist auch etwas Glück dabei", ergänzte der Mitbegründer des Vereins im Jahr 1991.