Mit Einfallsreichtum gegen Schneearmut

Wintersport In Johanngeorgenstadt wird die Rollerbahn präpariert

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Von so viel Schnee kann Bernd Gündel in diesem Jahr nur träumen. Trotzdem setzen er und seine Mitstreiter alles daran, die Rollerbahn für die Weihnachtstage zu präparieren. Foto: Carsten Wagner

Der bisher nahezu schneelose stellt die Wintersportorte im Raum Aue-Schwarzenberg vor Probleme: Dabei stehen überall schon die Wintersportler in den Startlöchern. In Tellerhäuser, einem Ortsteil von Breitenbrunn, beispielsweise steht der Lift still. Ist diesem Winter noch nicht einmal gelaufen. Die Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen, sobald ausreichend Schnee liegt, kann es losgehen. Allerdings wollen die Tellerhäuser jetzt dafür sorgen, dass im Ort zumindest gerodelt werden kann. "Das ist momentan noch etwas problematisch, weil die Grasnarbe an einigen Stellen noch sichtbar ist", sagt Ortvorsteher Knut Scheiter nach Rücksprache mit dem Bauhof. Jedoch kann mit Porutschern und Plastikschlitten durchaus schon Vergnügen aufkommen. Langlauffreunde können eine mit den Füßen getretene Loipe auf der Grenzwiese in Tellerhäuser nutzen. Maschinelle Präparierung ist noch nicht möglich.

Ein ähnliches Bild gibt es aktuell in Johanngeorgenstadt. Die Temperaturen liegen zwar im frostigen Bereich, doch Frau Holle hat in diesem Dezember noch nicht wirklich in die Betten gegriffen. Deshalb mussten auch die Bergstädter nachhelfen. Ziel ist aber nicht der Abfahrtshang und auch nicht der Rodelberg, sondern die Rollerbahn. Seit Tagen wird an dieser heftig gearbeitet. Bauhofleiter Bernd Gündel bereitet alles für die Präparierung einer Langlaufloipe vor. "Das Ganze ist eine Mischfinanzierung zwischen WSV 08, Stadtverwaltung und zwei ortansässigen Unternehmern", sagt Gündel. Etwa 3000 Kubikmeter Schnee mussten dafür im Eisstadion geschossen werden. "Im Eisstadion ist es besonders kalt", erklärt Gündel. Mit Lkw werden die produzierten Schneeberge an die Rollerbahn gefahren. Gündel und seine Mitstreiter wollen, dass an den Weihnachtstagen die Wintersportler auf ihre Kosten kommen und dass am 30. Dezember der Schwibbogenlauf durchgeführt werden kann. klw