Mit Fahrradkurs und Basketballkorb: Dieser Dorfplatz im Erzgebirge wird flott gemacht

Parkplätze und Garagen prägten einst das Bild im Ortszentrum dieser erzgebirgischen Gemeinde, die mit einem neuen Konzept auf deutlich mehr Angebote für die Jugend setzt

Gelenau

Statt in kleinen Vierecken die Flächen für parkende Autos auszuweisen, ergeben die langen weißen Linien auf dieser großen Fläche ein ganz anderes Bild. Mit ihnen sind Straßen und Kreuzungen im Miniaturformat markiert. Gerade noch so groß, dass Viertklässler sie mit ihren Fahrrädern zum Üben und Simulieren des Straßenverkehrs nutzen können. So wie vor wenigen Tagen, als die Szenerie von zahlreichen Verkehrsschildern und sogar einer kleinen Ampel komplettiert wurde. Es war die Premiere der Fahrradschule auf dem Gelenauer Festplatz, der inzwischen weit mehr ist als nur ein Parkplatz.

Ein Übungsplatz für die ganze Region

„Der Festplatz ist im Zusammenhang zu sehen mit dem Rittergut direkt nebenan. Wir wollen das Areal in die Neuzeit überführen, es für Kinder und Jugendliche interessanter machen“, erklärt Bürgermeister Knut Schreiter. Mit der Fahrradschule wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch das Aufzeichnen des kleinen Straßennetzes können sich die Gelenauer Viertklässler – wie künftig womöglich auch Grundschüler aus umliegenden Orten – den Weg zum Verkehrsübungsplatz nach Annaberg sparen. Zugleich lernen sie den Festplatz als Ort kennen, auf dem sie sich treffen und Spaß haben können.

130.000 Euro investiert

Die Fahrradschule, die mit Unterstützung der Verkehrswacht und der Polizei kurz vor den Sommerferien organisiert wird, ist freilich nur ein kleines Puzzleteil des neuen Nutzungskonzepts. Neben einem Basketballkorb wurde auch eine Wellenbahn wurde für junge Fahrradfahrer errichtet. „Im Herbst soll noch eine überdachte Sitzecke folgen“, so Schreiter. Auch sie soll helfen, das Ortszentrum zu einem Treffunkt für Vertreter der jungen Generation zu machen. Begonnen wurde dieser Prozess mit dem Abriss alter Garagen, die sich einst vor Ort befanden. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf etwa 130.000 Euro. Davon kommen 50.000 aus dem Leader-Förderprogramm „Vitale Dorfkerne“.

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