Mit Hecken und Wiesen Insektensterben reduzieren

Ausstellung Landschaftspflegeverband informiert zu Insekten

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Insekten vor der Haustür - unter dieser Überschrift läuft eine Sonderausstellung, die jetzt im Uranbergbaumuseum in Bad Schlema eröffnet worden ist und vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge gestaltet wird. Was man dabei in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist das zunehmende Insektensterben. "Es ist schon auffällig. Wenn wir uns früher als Kinder auf eine Wiese gelegt haben, dann hat es um uns herum gebrummt und gesummt. Heute ist es stellenweise sehr ruhig geworden und das macht schon nachdenklich", sagt Museumsleiter Hermann Meinel: "Stellenweise nimmt es bedrohliche Maße an."

Gefährdung von Insekten, Vögeln und Menschen

Es ist ein Fakt, wenn sich die Zahl der Insekten reduziert, ist die ganze Nahrungskette gefährdet. Letztlich ist nicht nur das Insekt an sich bedroht, sondern auch Vögel und in Folge der Mensch, denn was passiert, wenn Blüten nicht bestäubt werden und Früchte sich nicht ausbilden? Meinel sagt: "Man muss etwas tun und das kann man eigentlich nur über das Wissen. Gerade Eigenheim- und Gartenbesitzer können klassisch einheimische Hecken pflanzen, die auch blühen, die Vögeln Nistmöglichkeiten bieten und auch Insekten Nahrung finden. Genauso ist es mit blühenden Wiesenflächen, die man anlegen kann." In der Ausstellung können interessierte Besucher eine Vielzahl unterschiedlicher Insekten und deren Lebensräume kennenlernen. Neben Bild- und Text-Tafeln sind auch einige Schaukästen mit selten gewordenen Käfern und Schmetterlingen zu sehen und man hat unter anderem ein Wespennest und eines von Hornissen ausgestellt. "Man will die Leute sensibilisieren für das ganze Thema Insekten", sagt Meinel. Die Ausstellung passe sehr gut: "In Bad Schlema sind Landschaften neugestaltet worden und auch Wiesen- und Waldstrukturen entstehen wieder neu."

Die Ausstellung ist für interessierte Besucher bis zum 23. Mai im Rahmen der Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.