Mit Legosteinen zur Vielfalt der Kunst

Mobiles Museum Bus aus Dresden macht an der Waldkirchener Grundschule Station

Waldkirchen. 

Junge Kinder für den Gang in eine Kunstausstellung zu begeistern, ist gar nicht so einfach. Was also tun, um bei ihnen dennoch Interesse für dieses Thema zu wecken? Ganz einfach: Die Kunst kommt zu den Kindern. Derartigen Besuch haben nun die Mädchen und Jungen der Grundschule Waldkirchen erhalten, denn das Mobile Museum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden machte an der Einrichtung Station.

Altertümliche Gemälde waren in dem umgebauten Bus, der von März bis September insgesamt 65 Schulen besucht, allerdings keine zu erwarten. Stattdessen befand sich Ausrüstung an Bord, die alle Kinder garantiert begeistert: Mit unzähligen Legosteinen sollten die Erst- bis Viertklässler ihre eigene kleine Stadt erbauen. Angelehnt ist die Aktion an ein interaktives Projekt des skandinavischen Künstlers Olafur Eliasson, der Erwachsene einst 60 Tage lang ihre Stadt der Träume errichten ließ.

Der Kreativität freien Lauf lassen

"Es geht nicht darum, den Kindern einen Vortrag zu halten", sagt Museumspädagogin Anke-Dorothea Graf. Die Kreativität würde auf diese Weise weniger angeregt. "Es geht darum, dass sie eigene Ideen umsetzen", so die 27-Jährige. Sie gab ihrem jungen Publikum nur kurz Anweisungen, damit sich die Schüler sofort ans Werk machen konnten. Schließlich sind Zeit und Raum im Mobilen Museum begrenzt.

"Das ist nur ein Start, der den Kindern einen Ausblick geben soll auf die Vielfalt der Kunst", betont Anke-Dorothea Graf. In dem Bus bauten die jungen Schüler eifrig ihre eigenen kleinen Paläste, Tempel und Türme. Nacheinander kamen alle Klassen in den Bus, wo sie jeweils die Arbeit der vorherigen Tüftler fortsetzen oder ihr eigenes Werk beginnen konnten. "Das ist für die Kinder viel schöner, als nach Anleitung zu bauen", sagt Kornelia Jirschik. Der Klassenleiterin der 1b zufolge kam die Aktion sehr gut an: "So konnten die Schüler ein stückweit teilhaben an der großen Welt."