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Mitarbeiter reichen kaum aus

Pflegedienst Sozialstation hat großes Arbeitspensum

Rund 230 Menschen werden von den Mitarbeitern der Diakonie-Sozialstation Großolbersdorf betreut. Von Scharfenstein bis Gehringswalde reicht das Einsatzgebiet. Insgesamt sind es 13 Ortschaften, in denen regelmäßig Dauererkrankte versorgt beziehungsweise hauswirtschaftliche Leistungen erbracht werden. All diese Arbeit ist laut Birgitta Heldt nur schwer zu bewältigen. "Es herrscht ein Fachkräftemangel. Der Bedarf ist da, aber es gibt nur wenige Auszubildende", erklärt die Pflegedienstleiterin. Umso stolzer ist sie auf ihre Mitarbeiter, die sich der großen Herausforderung stellen: "Sie erledigen mehr als nur Dienst nach Vorschrift."

Aus den einstmals neun Mitarbeitern, die bei der "Geburtsstunde" der Großolbersdorfer Sozialstation dabei waren, sind inzwischen 57 Pflegekräfte geworden. Es könnten gern mehr sein. Doch diejenigen, die zum Team gehören, tun was sie können. "Ziel unserer Arbeit ist auch eine Entlastung der Angehörigen von Pflegefällen", sagt Birgitta Heldt. Die Freude ist oft spürbar, wenn Mitarbeiter zu einem ihrer zahlreichen Hausbesuche eintreffen. Vor allem die beiden einzigen Männer der Sozialstation sorgen fast immer für strahlende Gesichter. Martin Fröhner und Kenny Schmidt, beide kaum älter als 30 Jahre, versprühen einen gewissen Elan. Und sie sind laut Birgitta Heldt gute Beispiele dafür, dass dieser Beruf für viele Menschen eine Chance sein kann. "Wir bieten eine Ausbildung an", ergänzt die Pflegedienstleiterin, die trotz all des Stresses viele positive Aspekte hervorhebt. So spürten sie und ihre Mitarbeiter zuletzt beim Tag der offenen Tür anlässlich des 25-jährigen Jubiläums den Dank vieler Angehöriger. Außerdem wurde bei dieser Veranstaltung auch die Lockerheit innerhalb des Teams deutlich, das mit einem lustigen Programm seinen Humor bewies.