Mitmenschen uneigennützig helfen

Ehrenamt Krankenpflegeverein Großolbersdorf engagiert sich schon seit 20 Jahren

Man muss etwas, und sei es noch so wenig für diejenigen tun, die Hilfe brauchen, etwas, was keinen Lohn bringt, sondern Freude, es tun zu dürfen - so lautet ein Ausspruch von Albert Schweitzer. Der elsässische Nobelpreisträger ist Namenspate und Inspirationsquelle für die Arbeit des gleichnamigen Krankenpflegeverein in Großolbersdorf. "Das uneigennützige Arbeiten und seine Haltung zum Leben passen sehr gut zu unserem Vereinszweck", erläuterte Vorstandsmitglied Birgit Bitterlich. Die generelle Anregung zur Vereinsgründung brachte 1992 Besuch aus der Großolbersdorfer Partnerstadt Rainau mit. Diesen Monat kann der Krankenpflegeverein nun schon auf 20 Jahre Tätigkeit zur Unterstützung der Sozialstation Großolbersdorf zurückblicken. Zu den Aufgaben gehört es Sachwerte zur Verfügung zu stellen, die allen Pflegepersonen im Einzugsgebiet der Diakonie zu Gute kommen. So konnte durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und die Einnahmen aus Verkäufen des Handarbeitskreises sogar schon ein Auto angespart und an den Pflegedienst übergeben werden. Auch Hilfsmittel, die die Krankenkasse nicht oder nur nach längerer Antragsfrist trägt, wurden angeschafft.

Ein wichtiger Bestandteil der Vereinstätigkeit ist aber auch die ideelle Unterstützung. Dazu gehören Besuchsdienste oder die Mithilfe bei Patientenveranstaltungen. "Oft ist im engen Ablauf im normalen Pflegealltag nicht genug Zeit um sich intensiv mit den Leuten zu beschäftigen, dort können wir unterstützen", so die Vereinsvorsitzende Elke Köhler. Medizinische Aufgaben werden dabei nicht erfüllt, doch vielen Leuten helfe es schon, einfach einmal reden zu können. Auch werden so beispielsweise pflegende Angehörige entlastet. Nähere Informationen sind über die Mitarbeiterinnen der Diakonie Sozialstationen erhältlich.