Mittelalter: 3500 Besucher gehen auf Zeitreise

Mittelalterspektakel Veranstaltung stellt einen gelungenen Auftakt dar

mittelalter-3500-besucher-gehen-auf-zeitreise
Nicht immer blieb es nur beim Zuschauen. Vor allem die Kinder durften sich im Schloss Wildeck auch selbst als mittelalterliche Handwerker ausprobieren. Foto: A. Bauer

Zschopau. Über optimales Wetter haben sich die Veranstalter des 15. Mittelalterspektakels in Zschopau gefreut. Dass insgesamt fast 3500 Besucher an beiden Tagen in den Hof von Schloss Wildeck strömten, lag aber nicht nur am Sonnenschein. "In Zschopau sind immer besonders viele gewandete Besucher vor Ort, weil es der erste Mittelaltermarkt im neuen Jahr ist", erklärt Birgit Katins von der Coex-Veranstaltungs-GmbH.

Für Stammgäste aus allen Bereichen Sachsens ist die Veranstaltung im mittleren Erzgebirge der alljährliche Auftakt und damit ein willkommener Anlass, erstmals nach dem Winter in die historischen Kostüme zu schlüpfen. Neben den besonders gekleideten Gästen nutzten laut Birgit Katins aber auch zahlreiche junge Familien das Fest für ihren ersten Frühlingsausflug.

Besucher konnten eigene Seile fertigen

Das Programm war eine Reise allemal wert, da es speziell für Kinder viele Angebote gab. Traditionelle Darbietungen wie Ritterkämpfe, Musik und Tanz waren nur ein Teil des mittelalterlichen Spektakels. "In Zschopau herrscht immer eine schöne Mischung aus Handwerk und Handel", sagt Birgit Katins und verweist zum Beispiel auf Münzstampfer und Puppenbauer. Deren Handwerk zog viele neugierige Blicke auf sich. Doch an vielen der insgesamt 52 Ständen blieb es nicht nur beim Zuschauen. Natürlich bot sich den Besuchern oft auch die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen. So war erstmals in Zschopau auch eine Seilerei vertreten, bei der man seine eigenen Seile fertigen konnte.

Neu im Programm war auch die Bastelstraße, auf der sich die Kinder in vielerlei Hinsicht ausprobieren konnten. "Schön, dass so viel fürs kleine Volk dabei war", sagt die Organisatorin schmunzelnd. Nur abends sei es ziemlich kalt geworden, doch halfen dabei einige heiße Leckereien aus dem Mittelalter.