Mobbing ist oft auch Handygewalt

Bildung Freie Oberschule will Schüler mit Parcours sensibilisieren

Elterlein. 

Elterlein. Mobbing ist so ziemlich mit das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann. Und dennoch wird überall, sei es im Betrieb, in der Schule, doch am meisten in den sozialen Netzwerken und im Netz allgemein, gemobbt. Vor allem Cybermobbing ist wie ein Virus, der sich überall verbreitet. Hierbei kann man so richtig schön feige sein und die Opfer anonym verunglimpfen.

Um dem vorzubeugen und die jungen Leute fit und stark gegen Mobbing zu machen, hatte sich die Freie Oberschule Elterlein am Freitag den "Mobbing Parcours" des Kreisjugendring Erzgebirge ins Haus geholt. Für Schulleiterin Berit Freitag steht fest: "Mobbing ist ein großes Thema. Im Zeitalter der Handys sind auch Worte, die vielleicht nicht so gemeint waren, sehr schnell geschrieben. Wir möchten unsere Schüler für dieses Thema sensibilisieren."

 

Parcours sollen sensibilisieren und gegen Mobbing vorbeugen

 

Grit Schmidt vom Kreisjugendring Erzgebirge in Lugau betreut den Parcours und sie betonte: "Konzipiert für die 7. Klassen gehen wir mittlerweile bereits ab Klasse 5 und in den Grundschulen zur Prävention gegen Mobbing und seine Auswüchse vor. Unser Mobbing Parcours ist der am meisten gebuchte. Dabei geht es auch um 'Handygewalt'. Die Schüler müssen sich im Klaren sein, dass dies nicht alles folgenlos bleibt und dass das soziale Miteinander darunter leidet." Zum Parcours gehört die Gruppenarbeit.

Während Grit Schmidt in einer Aufstellung die Gruppe zum Helfen und Handeln und Nachdenken animierte, hatte Schulsozialarbeiterin Elisabeth Seiler die Schüler bereits über Formen und Vorbeugung informiert und sagte: "Wir machen das, damit so etwas gar nicht erst auftritt." Am Ende wusste jeder: Mobbing ist ein Prozess, an dem immer mehrere Personen mitwirken. Doch fest steht auch: gegen Mobbing ist man nicht machtlos. Es gilt, sich Hilfe zu suchen. Auch das Umfeld sollte sensibilisiert sein.