Mobile Mieterfürsorge

Sozial Sabine Ketter will Probleme der älteren Mieter lösen

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Sabine Ketter ist bei der "Wohnungsbaugenossenschaft Olbernhau Glück auf" als Kümmerin angestellt. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Die Wohnungsbaugenossenschaft "Glück auf" in Olbernhau hat eine Soziale Kümmerin. Sabine Ketter wird sich im Rahmen ihres Arbeitsvertrages um die verschiedensten Fragen der Mieter und Mitglieder buchstäblich kümmern. Das Projekt wird seit 2016 vom Sächsischen Sozialministerium unterstützt.

Wohnungen altersgerecht einrichten

Das zunehmende Alter der Menschen in den Wohnungen der Genossenschaft verändert auch ihre Bedürfnisse. Einige von ihnen sind auf Rollstühle angewiesen und brauchen daher dafür geeignete Wohnungen. Andere können altersbedingt nicht mehr einfach so in eine Badewanne steigen. Eine altersgerechte Dusche würde dieses Problem lösen. Darum kümmert sich Sabine Ketter. "Ältere Mieter wissen sich in solchen Situationen allein oft nicht zu helfen. Ich stelle die entsprechenden Kontakte her und helfe so bei der Lösung dieser Probleme", sagte sie.

Bei Konflikten vermitteln

Außerdem nimmt sie die Funktion eines Streitschlichters wahr, falls es zu Meinungsverschiedenheiten oder Konflikten zwischen Mietern und Mitgliedern kommt. Früher hatte sich der geschäftsführende Vorstand Bärbel Schneider um diese Probleme selbst gekümmert. "Es wurden aber zu viele. Nicht umsonst hat Sabine Ketter eine Vollzeitstelle", sagte sie.

Ein besonderer Service

Für sie ist die Einstellung der Sozialen Kümmerin ein wichtiger Schritt. "Wir können so für unsere älteren Mieter einen besonderen Service bieten", sagte Bärbel Schneider. Schließlich möchte die Genossenschaft, dass auch die älteren Bewohner bleiben. "Ein Auszug kommt für viele sowieso nicht in Frage. Sie haben vor Jahrzehnten an den Häusern mitgebaut. Für sie sind die Wohnungen wie ihr Eigentum", versicherte Bärbel Schneider.