Modellbahn-Projekt soll Erzgebirge mit ganz Europa verbinden

Pierre Lherbon aus Frankreich stellt bei Zschopauer Vereinsjubiläum das Modul Junior vor

Zschopau

Zahlreiche Geschenke haben die Zschopauer Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreude anlässlich ihres 40-jährigen Vereinsbestehens erhalten. Neben den vielen Blumen und Erinnerungsstücken war schon allein die Besucherzahl etwas, für den die Gastgeber extrem dankbar waren. "In unserer Ausstellung war es immer brechend voll. Insgesamt waren mehr als 1000 Gäste da", sagt der Vorsitzende Mirko Caspar über das zweitägige Jubiläum, das zusammen mit dem seit nunmehr 20 Jahren bestehenden 1. Zschopauer Großbahnverein gefeiert wurde.

Kleine Platten mit großer Wirkung

Als ganz besonderes Präsent erwies sich zudem eine eher unscheinbare Modellbahnanlage, die Pierre Lherbon aus dem französischen Chartres mitgebracht hatte. Bei den nur 40 mal 45 Zentimeter großen Platten handelt es sich um das sogenannte Modul Junior, mit dem der 64-Jährige in Zusammenarbeit mit Mirko Caspar ganz Europa im wahrsten Sinne des Wortes verkoppeln will. "Das ist ein Modul für Kinder und Anfänger. Damit lernt man schnell die Grundlagen wie Holzbearbeitung, Elektrizität, Schienenbau und Dekoration", so der Franzose. Seine Vision ist, dass junge Modellbahn-Fans aus ganz Europa solche Module zum Üben nutzen - und dann bei großen internationalen Ausstellungen aus den vielen kleinen Modulen, die praktischerweise sogar in eine Einkaufstasche passen, eine riesige Anlage wird.

Zusammenhalt im Erzgebirge beeindruckt

"Wenn man Menschen zusammen bringen will, muss man eine Lösung finden", sagt Pierre Lherbon, der sich schon lange im Europäischen Verband kulturschaffender Eisenbahn-Mitarbeiter engagiert. Dabei geht es oft auch um Tanz, Musik und Kunst. Nun soll das Modell Junior die Gemeinschaft stärken. Vom Zusammenhalt im Erzgebirge ist der ehemalige Bahn-Mitarbeiter übrigens immer begeistert, wenn er seit 2008 jedes Jahr ins Erzgebirge kommt. "Hier gibt es viele Vereine. Das ist wie eine große Familie. Bei uns in Frankreich ist es eher individuell", erklärt der 64-Jährige, der beim Jubiläum natürlich zu den Gratulanten gehörte.

Module fördern die Nachwuchsarbeit

Und Pierre Lherbon freute sich natürlich darüber, dass das Modul Junior im Erzgebirge bereits für die Nachwuchsarbeit genutzt wird. Und zwar schon länger, wie Mirko Caspar berichtet. "Aber erst jetzt kriegt die ganze Sache so richtig Schwung", erklärt der Zschopauer. Schon beim nächsten großen internationalen Treffen im September in Budapest hofft er auf das Entstehen einer großen Gemeinschaftsanlage mit Modulen aus möglichst vielen Ländern.

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