Modellflug-Liebhaber kamen voll auf ihre Kosten

Tradition Fliegerklub Annaberg ist mit Himmelfahrtsfliegen zufrieden

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Die Air France von Gert Müller aus Tannenberg im Anflug Foto: Thomas Fritzsch

Annaberg. Es ist ein richtiges Mammutprogramm, das der Fliegerklub Annaberg mit seinen derzeit 50 Mitgliedern, darunter 10 Kinder und Jugendliche, jährlich arrangiert. Vier Freiluftveranstaltungen, davon drei auf dem Modellflugplatz "Am Kalten Muff" bei Ehrenfriedersdorf, eine in Annaberg-Buchholz, stemmen die Modellflugfreunde. Aufgrund der vielen und erfolgreichen Veranstaltungen pro Saison wurde dem Fliegerklub Annaberg, der zu DDR-Zeiten unter dem Dach der GST lief und nach der Wende als eigenständiger Verein eingetragen wurde, durch den Verein "Deutscher Aeroclub Braunschweig" bereits im September 2010 das Diplom "Otto Lilienthal" verliehen.

Auch am Männertag zog es 30 Teilnehmer mit ihren Modellfliegern aus Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur 20. Auflage des populären Himmelfahrtsfliegens für die gesamte Familie. Den Flug der originalgetreuen detailverliebten Modell-Flieger verfolgten rund 800 Besucher mit großem Interesse.

Rund 800 Zuschauer sahen sich die Flugzeuge an

"Da wir keinen Eintritt verlangen, kann ich nicht genau sagen, wie viele da waren. Aber ich schätze, es waren rund 800 Zuschauer", so der Vereinsvorsitzende Stephan Seidel. Er erinnert sich dabei an das allererste, holprige Himmelfahrtsfliegen auf dem Flugplatz bei Ehrenfriedersdorf, bei dessen Vorbereitungen nicht alles glatt lief.

"Beim Anlegen des 100 Meter langen und 60 Meter breiten Modellflugplatzes im Frühjahr und nach dem Gras einsäen kam plötzlich ein kräftiger Gewitterguss und hat uns den Grassamen komplett ausgewaschen. Da blieb uns nichts anderes übrig, als auf die Rasenfläche zu verzichten und auf Dreck zu starten und zu landen. Das war der Anfang." Zuschauer Stefan Werner aus Nossen: "Wir haben einen Familienausflug gemacht und sind hier gelandet. So etwas habe ich noch nicht gesehen und bin daher sehr beeindruckt."