Moderne Missionare

Leute heute Marcelo und Mera Hildebrandt aus Paraguay sind Erzgebirger auf Zeit

Sie führen ein Leben, dass man ohne Zweifel als spannend bezeichnen kann. Mera und Marcelo Hildebrandt sind Missionare. Klingt nach Abenteuer in fremden Ländern? Für das junge Ehepaar, dass im Sommer sein erstes Kind erwartet, ist es das auch, allerdings ist das fremde Land in ihrem Fall Deutschland.

Marcelo und Mera kommen aus Paraguay, genauer gesagt aus der Region Fernheim, wo es viele deutsche Siedler gibt. Er hat Theologie studiert, sie Musik. Kennengelernt haben sie sich in einer christlichen Musikgruppe. "Wir haben in Paraguay zusammen Freizeitcamps für die christliche Gemeinde der Mennoniten organisiert. Dort waren auch Deutsche dabei, die haben uns dann eingeladen auch hier einmal eine Freizeit zu gestalten", erzählt Marcelo.

Über Zufälle kamen sie so 2008 auch in die Strobelmühle nach Pockau und leiteten dort das Englisch-Camp. Seitdem waren Sie regelmäßig in verschiedenen Orten in Deutschland zu Gast und stellten beispielsweise an Schulen ihr Land vor. Noch bis zum Februar 2014 wohnen und arbeiten sie nun in Marienberg bei der Freien Evangelischen Gemeinde. Dort engagieren Sie sich in Jugendprojekten und in der Gemeindearbeit. So organisierten sie im Sommer das Fußballcamp in der Strobelmühle, was unlängst den Stern des Sports erhielt.

Finanziert wird ihre Tätigkeit zum größten Teil durch Spenden. Ihr persönlicher Lebensunterhalt ist deshalb auch eher bescheiden. Was sie sich in Paraguay an persönlichem Besitz aufgebaut hatten, haben sie verkauft oder verschenkt. Nur was in zwei Koffer passte nahmen sie mit. "Aber wir sind zufrieden damit, denn es gibt einfach mehr im Leben als Besitz", meint Marcelo.

Klar sei das Missionarsleben nicht immer einfach, mit der Familie und Freunden beispielsweise werde oft nur über das Internet Kontakt gehalten. "Doch unsere Aufgabe, Gottes Botschaft zu verkünden, füllt uns aus", bestätigt Mera.