Moderner Touch im Schloss Wolkenstein

Ausstellung Brasilianerin präsentiert bunte Malerei in ihrer "Wahlheimat" Wolkenstein

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Mit bunten Bildern beeindruckt Künstlerin Keila Dias aus Brasilien. Foto: Andreas Bauer

Wolkenstein. So strahlend wie das Lächeln von Keila Dias ist auch ihre Malerei. Seit vergangenem Wochenende sind zahlreiche Werke der 43-jährigen Künstlerin aus Brasilien im Schloss Wolkenstein zu sehen - und verleihen den historischen Mauern einen modernen Touch. Etwas wild mögen die Bilder auf den ersten Blick wirken, die keine klaren Motive, dafür aber zahlreiche Worte in sich bergen. Doch letztlich ist jedes Werk harmonisch, weil die vielen verschiedenen Farbtöne - mögen sie auch noch so grell sein - zu einer Einheit verschmelzen.

Brasilianerin liebt das Erzgebirge

"Sogar das Chaos kann Harmonie bringen", sagt Keila Dias mit ihrem typischen Lächeln auf Englisch. Doch bald schon will sie auch auf Deutsch ihre Ideen vermitteln. Schließlich kann sich die Südamerikanerin gut vorstellen, länger hier im Erzgebirge zu bleiben. "Ich habe mich in Wolkenstein verliebt", sagt sie, nachdem sie 2016 eigentlich nur gekommen war, um Freunde ihrer Familie besuchen. Aus dem Abstecher wurde der erste von mehreren längeren Aufenthalten, weil Keila Dias im Atelier eines Bekannten ihrer Leidenschaft nachgehen konnte.

Von der Sekretärin zur Künstlerin

Ihre Eltern sowie Arbeitskollegen hatten die gelernte Sekretärin einst ermuntert, ihr Hobby zum Beruf zu machen. "Ich habe schon immer gemalt", sagt die Brasilianerin, die mit ihrer ganz eigenen Art schon bald sehr gut ankam. Bis zu 40 Schichten Farbe packt sie übereinander, ehe ein Bild fertig ist. "Manchmal male ich den ganzen Tag und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht", sagt sie.

So bringt sie zum Ausdruck, was ihr vorher im Alltag aufgefallen ist. Käufer für ihre Bilder hat sie auch in den USA oder Japan gefunden, doch nirgends ist sie lieber als in Wolkenstein. Zum dritten Mal kam sie im vergangenen September, um bis jetzt zu malen. Ergebnis ist die dritte Ausstellung im Erzgebirge, nachdem ihre Werke zuvor schon zweimal in Annaberg zu sehen waren.