"Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" ist auf dem Weg zum Welterbe

Zusammenarbeit Grenzübergreifender Antrag ist unterzeichnet

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Auch die Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf steht im Antrag mit drin. Foto: Ilka Ruck/Archiv

Erzgebirge/Dresden. Innenminister Markus Ulbig und der Kulturminister der Tschechischen Republik, Daniel Herman, haben am Montag gemeinsam den grenzübergreifenden Antrag der "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" auf Aufnahme in die Welterbeliste feierlich unterzeichnet.

Markus Ulbig sagte dazu: "Die Montanregion Erzgebirge mit ihrem herausragenden kulturellen Erbe hat es verdient, Welterbe zu werden. Die gesamte Region in Sachsen und in der Tschechischen Republik wird über die eigentlichen Grenzen des Welterbegebietes hinaus von der Anerkennung profitieren. Das Welterbeprojekt ist ein herausragendes Beispiel für eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass die gemeinsame sächsisch-tschechische Bewerbung erfolgreich sein wird."

Im Antrag wir der sächsisch-böhmische Erzbergbau präsentiert

Der aktuelle Antrag setzt sich nun aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bestandteile repräsentieren jetzt in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Sie stehen funktional in Zusammenhang und bilden größere Kulturlandschaften. Hierzu wurden die Kernempfehlungen des ICOMOS (Internationaler Denkmalrat) aufgegriffen. Das Antragsdossier umfasst drei Bände von insgesamt 782 Seiten: den eigentlichen Antrag, den Managementplan und einen umfangreichen Kartenband.

Im Sommer 2019 wird entschieden

Nach der Signierung wird es über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland dem Welterbezentrum der UNESCO zugeleitet. Im Sommer 2018 findet die Evaluierung des Antrages durch ICOMOS International, das Beratungsorgan der UNESCO für die Bewertung von Kulturerbe - Nominierungen, statt. Im Sommer 2019 entscheidet das Welterbekomitee dann auf seiner 43. Sitzung über den Welterbeantrag auf Basis der durch ICOMOS International ausgesprochenen Empfehlung.