Motorensound, Gänsehaut & Herzblut auf dem Zschorlauer Dreieck

Warum Uwe Stübner für den Motorsport alles gibt

Zschorlau

Benzingeruch liegt in der Luft, Motorensound ist zu hören und Fans jubeln trotz durchwachsenem Wetter an der Strecke - beim 29. Classic Grand Prix am Zschorlauer Dreieck steht dieses Wochenende der Classic-Rennsport im Fokus.

Rennsport mit Herz am Zschorlauer Dreieck

Hinter den spektakulären Präsentations- und Gleichmäßigkeitsläufen steckt eine tief verwurzelte Leidenschaft. Letztes Jahr noch als kommissarischer Vorsitzender aktiv, ist Uwe Stübner seit März offiziell gewählter Vorsitzender des 1. Auer MSC und trägt die Gesamtverantwortung fürs Event. Doch nur als Mann im Hintergrund, niemals.

Wenn es kribbelt, tauscht Uwe Stübner den Organisatoren-Hut gegen den Helm. In der Klasse 4:1 ist er selbst auf die Maschine gestiegen. "Um ein paar bescheidene Runden zu drehen", schmunzelt er.

Der Anfang einer langen Motorsportgeschichte

Die Motorsport-Geschichte des Albernauers begann 1977 mit gerade einmal 17 Jahren. Nach Bergrennen stieg er 1979 auf eine 125er Maschine um, wechselte später auf eine 250er Maschine von Lothar Neukirchner und fuhr bis 1989 in der DDR-Meisterschaft.

Ein Moment bleibt unvergessen

Über all die Jahre gibt es einige unvergessliche Momente. Einer bleibt besonders hängen. "Ende der 1970er auf der alten Sachsenring-Strecke durch die Senke Richtung Tribüne zu fahren, wenn zehntausende Leute jubeln, war etwas Besonders. Diese Schallwellen haben direkt ins Herz getroffen", schwärmt Stübner bis heute.

Auch vor dem Standesamt blieb Motorsport das große Thema

Sogar bei seiner Hochzeit 1980 ging der Motorsport vor. Auf der letzten Stufe zum Standesamt stellte er seiner Frau Martina klar, dass er selbst bestimmt, wann er aufhört. Erst mit 29 Jahren, als die Beiden dann zwei Kinder hatten, hängte Stübner 1989 den Rennhelm vorübergehend an den Nagel. Bis 1997 in Zschorlau die Classic-Läufe starteten. Da packte ihn das Fieber wieder.

Wenn er heute auf der heimischen Strecke unterwegs ist, schiebt er selbst körperliche Zipperlein einfach bei Seite.

Für Fans bietet der Sonntag noch einige Höhepunkte

Wer das Renngeschehen auf dem Zschorlauer Dreieck miterleben möchte, hat am morgigen Sonntag von 8 bis 16 Uhr noch die Chance dazu - Mittagspause ist von 11:15 Uhr bis 12 Uhr. Ein absolutes Highlight für alle Fans: Ab 14 Uhr steht eine große Autogrammstunde mit prominenten Gästen auf dem Programm.

Einige prominente Fahrer

Der 1. Auer MSC hat zum Zschorlauer Dreieck einige prominente Fahrer begrüßen können. Auf der Gästeliste standen Namen, wie die beiden Vize-Weltmeistern Aalt Toersen und Rolf Blatter. Sonntag hatten Fans Gelegenheit, sich ein Autogramm zu holen. Im Festzelt herrschte Andrang. Frank Güldner aus Striegistal kommt seit vielen Jahren nach Zschorlau und hat sich das nicht entgehe lassen: "Es ist immer wieder schön, die Motorsport-Legenden zu treffen."

Seit 50 Jahren besucht der 65-jährige Motorsportveranstaltungen: "Mein erstes Rennen, was ich erlebt habe, war der letzte Weltmeisterschaftslauf auf dem Sachsenring 1972." Der 1. Auer MSC zieht fürs Zschorlauer Dreieck ein positives Resümee. "Wir sind zufrieden. Alles hat gut geklappt", freut sich der Ehrenvorsitzende Rainer Pommer.

(rw)

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