Motorsport: Team ERZ mobilisiert die Kräfte

erfolgreich Mannschaftstitel im ADMV Classic Cup aber durch Corona ausgesetzt

Annaberg. 

Annaberg. Die Saison im ADMV Classic Cup endete Anfang Oktober auf dem Wattrelos-Ring, benannt nach der französischen Partnerstadt, in Köthen. Seit 15 Jahren ist der Classic-Cup eine feste Größe im historischen Motorsport mit dem Auftakt im Mai.

Doch in dieser Saison ist bekanntlich alles anders. Denn im Frühjahr hatte in Zschopau der Veranstalter MSC Schwarzenberg wegen der überschwappenden Corona-Welle das Handtuch geworfen. Was vom Cup-Kalender nach der Dezimierung übrig blieb, waren die Läufe auf dem Harz-Ring, in Peenemünde und eben Köthen.

Dessen Motorsportclub legte sich mächtig ins Zeug, um angesichts der bestehenden Auflagen ein würdiges Finale zu präsentieren. Mit Erfolg. Nach Köthen gereist war auch das Team ERZ. Mannschaftsleiter Wolfgang Kilschautzki (Klasse 2.2) aus Annaberg-Buchholz konnte in den Wertungsläufen seine Malanca auf Platz 2 und 4 abstellen, was in der Meisterschaftsgesamtwertung mit Silber belohnt wurde. Klaus Pellert (Klasse 2.1) steuerte seine Honda zweimal auf Platz 2, der dem Bergstädter den Vizemeister-Titel einbrachte. Reinhart Päßler aus Neudorf (Klasse 1) fuhr im Finale mit einem 2. und 4. Platz die Meisterschaft ein. Bernd Wohlgemuth (Klasse 5.1) aus Chemnitz rundete die homogene Mannschaftsleistung mit Gesamtplatz 5 ab.

Dennoch hinterlässt die Corona-Saison einen faden Beigeschmack. Denn erstmals in der Geschichte des Cups wird wegen des Defizits an Läufen die Mannschaftswertung, die erstmals 2013 ausgeschrieben wurde, hinfällig. Damit muss das Quartett, das den Pott in jenem Jahr sowie 2014, 2018 und 2019 gewann, im kommenden Jahr neuen Anlauf nehmen.

Doch zuvor zelebrieren die Motorsportler am 6. November in Aue bei der Preisverleihung "ERZgeBürger 2020" ihren Sport. Ob sich die Nominierten angesichts der starken Konkurrenz durchsetzen können wird sich zeigen.