Motto lautet Klasse statt Masse

Fohlenschau Jury in Großolbersdorf bewertet rund 20 junge Pferde

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Etwa 20 Fohlen wurden bei der Schau in Großolbersdorf von der Jury näher unter die Lupe genommen. Foto: A. Bauer

Großolbersdorf. Obwohl das Teilnehmerfeld bei der Fohlenschau des Pferdezuchtvereins Obererzgebirge in Großolbersdorf überschaubar war, zog der Vereinsvorsitzende Ingo Haase hinterher ein positives Fazit. "Es gab zwar keine hohe Quantität, dafür aber eine gute Qualität", meinte er angesichts der Tatsache, dass sich sechs der rund 20 Fohlen für das sächsische Championat qualifizieren konnten. Dies ist die nächste Wettbewerbsebene, über die es die besten Vierbeiner bis zum süddeutschen oder sogar zum nationalen Vergleich schaffen können.

Ob die Spitze für manche erreichbar ist, vermag Ingo Haase nicht zu sagen. Fest steht für ihn jedoch, dass einige Züchter aus der Region stolz auf ihre Schützlinge sein können. Dies ergab die Einschätzung der Jury in Großolbersdorf. "Bewertet werden zum Beispiel der Typ, der Körperbau und die Bewegung", erklärt Haase. Ähnlich wie bei einem großen Turnier sollen sich die jungen Pferde dabei in Schritt, Trab und Galopp beweisen.

Alles nur abgeschaut

Allerdings fehlt ihnen noch der Gehorsam, um dies auf Kommando zu tun. Also werden stattdessen die Stuten von Vorführern in die entsprechende Gangart versetzt. Die Fohlen folgen ihren Müttern immer und wechseln dann bei höherem Tempo auch die Gangart. "Die Kampfrichter schauen dabei, wie nahe die Tiere dem Zuchtideal kommen. Das ist wichtig für die Besitzer, weil sie die Pferde ja auch verkaufen", erklärt Ingo Haase, der allerdings noch auf einen zweiten Zweck der Veranstaltung hinweist.

So diene die Fohlenschau gleichzeitig der Registrierung der jungen Vierbeiner. Jedes Fohlen erhält einen Pferdepass mit Papieren sowie einen Chip, um sie identifizieren zu können. "Das ist eine Art Personalausweis", sagt der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins, der mit der Schau zufrieden war: "Nicht die Masse macht's, sondern die Klasse."