MS-Zentrum im Helios-Klinikum Aue setzt auf Qualität

Gesundheit Multiple-Sklerose-Zentrum wurde zertifiziert

ms-zentrum-im-helios-klinikum-aue-setzt-auf-qualitaet
Andre Sykora ist kommissarischer Chefarzt der Klinik für Neurologie. Foto: R. Wendland

Aue. Das Multiple-Sklerose-Zentrum des Helios Klinikums in Aue ist zertifiziert worden. Darauf ausruhen kann und wird man sich nicht, denn in drei Jahren steht die Rezertifizierung an. Das Zertifikat verpflichtet auch zur aktiven Mitarbeit am Multiple-Sklerose-Register.

Die "Weiße-Flecken-Krankheit"

Am Helios Klinikum in Aue werden jährlich mehr als 200 MS-Patienten betreut. Damit erfüllt man die Anforderungen. Multiples Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich und sehr individuell.

"Die Patienten entwickeln aufgrund der Entzündungen Nervenbahnschäden, die sich narbig im MRT darstellen als sogenannte weiße Flecken. Deshalb ist MS im Volksmund auch als Weiße-Flecken-Krankheit bekannt", erklärt Dr. Andre Sykora, kommissarischer Chefarzt beziehungsweise Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie und Stroke Unit am Helios Klinikum Aue.

Eine neue Medikation ist in Sicht

Der Mediziner hat seit 1991 Erfahrung mit dem Krankheitsbild und ist auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse. In diesem Jahr erwarte man ein Novum in Bezug auf MS, so Andre Sykora. "Es wird höchstwahrscheinlich eine neue Medikation für die chronisch schleichende Form der MS zugelassen."

Grundsätzlich müsse man immer noch sagen: auch mit moderner Diagnostik und Therapie ist MS nicht heilbar. Man könne lediglich den Verlauf günstig beeinflussen. Die Symptome seien sehr unspezifisch, sagt Sykora. Im Multiple-Sklerose-Zentrum hält man alle notwendigen diagnostischen Verfahren vor und genauso auch die therapeutischen Maßnahmen.