Mund- und Nasenschutz im Bus zwingend erforderlich

ÖPNV Ohne Maske erfolgt keine Beförderung

Aue. 

Aue. Bei der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH (RVE) hat man den Fahrbetrieb auf den Schulbetrieb umgestellt. Bis auf weiteres gilt also der Schulfahrplan. Was Fahrgäste beachten müssen? Beim Einsteigen in den Bus ist man ab sofort angehalten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Wie es vom RVE heißt, müsse das nicht zwingend ein medizinischer oder anderweitig zugelassener Mundschutz sein, erlaubt seien auch Tücher, Schals und selbstgenähte Masken. Wichtig ist, dass die Mund- und Nasenpartie bedeckt ist. Momentan ist die Vordertür im Bus noch gesperrt. Doch schon ab morgen soll wieder ein Stück mehr Normalität einziehen, indem sich die Tür öffnet und der Fahrer wieder Ticket verkauft, so Roland Richter, Geschäftsführer der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH, der ganz klar sagt: "Wir werden die Bürger, die meinen, keine Maske tragen zu müssen, von der Beförderung ausschließen."

Einschränkungen hinterlassen Spuren

Bereits seit 17. März hat man in den Bussen den Vordereinstieg unterbunden, was zur Folge hat, dass im Bus nicht mehr kassiert wird. "Da im Regionalverkehr ein Großteil der Umsätze durch den Busfahrer generiert wird, hat das für uns immense wirtschaftliche Auswirkungen. Aber in so einer Situation, wie wir sie haben, geht die Gesundheit erst einmal vor", sagt Roland Richter, Geschäftsführer der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH. Bus-Tickets sind bis heute lediglich an den Vorverkaufsstellen erhältlich, und zwar in Annaberg, Aue, Chemnitz, Lugau, Olbernhau, Schwarzenberg und in Zschopau. Man habe dort schon zeitig entsprechende hygienische Vorkehrungen getroffen, um die Mitarbeiter zu schützen. Die Einstellung des Schulbetriebes ab dem 18. März hat dazu geführt, dass beim RVE vor Beginn der planmäßigen Osterferien ab 23. März den Ferienfahrplan in Kraft gesetzt worden ist. Roland Richter nennt an der Stelle eine Zahl: "Ist der Schulfahrplan in Kraft, sind rund 60 Busfahrer mehr unterwegs. In der Situation jetzt hatten wir auf einmal zu viel Personal und es hat Überlegungen gegeben, Kurzarbeit einzuführen." Dazu ist es allerdings nicht gekommen, da seit 20. April mit der leichten Lockerung der Beschränkungen, der Schulfahrplan wieder in Kraft gesetzt wurde.

Unternehmen begrüßt Entscheidung der Regierung "Wir sind froh, dass die sächsische Regierung die Verordnung zum Tragen einer Mund- Nasenbedeckung erlassen hat. Das hilft uns und gibt auch unserem Fahrpersonal ein Stück mehr Sicherheit", sagt Roland Richter: "Wenn sowohl die Fahrgäste als auch der Busfahrer eine Maske tragen, ist weitestgehend dafür Sorge getragen, dass es möglichst keine Ansteckung in den Bussen gibt." Aktuell ist man dabei, die Mitarbeiter mit einer entsprechenden Ausrüstung zu versehen, sprich mit Mundschutz auszurüsten, mit Desinfektionsmittel und Desinfektionstücher. Auch schafft man überall die Möglichkeit, sich mit warmem Wasser und Seife die Hände zu waschen. Entsprechende Hinweise kommuniziere man auch an die Fahrgäste.

Weitere Maßnahmen kommen

Bei der RVE ist man dabei, in den Bussen zusätzlich Vorkehrungen zu treffen, sprich eine Abschirmung mittel Plexiglasscheibe beziehungsweise Folienabschirmung gegenüber dem Fahrerarbeitsplatz, zu realisieren. "Ganz einfach aus dem Grund, weil wir davon ausgehen, dass uns das Erfordernis, sich gegenseitig vor Ansteckung zu schützen, noch viele Monate, wenn nicht sogar Jahre begleitet wird. Deshalb setzen wir auf nachhaltige Lösungen", so Richter, der in diesen Tagen einen leicht kontinuierlicher Anstieg der Fahrgastzahlen feststellt. Aktuell könne man die Abstände noch ohne Probleme einhalten, da nur die Abschlussklassen zur Schule gehen. Allerdings sehe das anders aus, wenn wieder voller Schulbetrieb ist. Umso wichtiger sei es, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.