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"Museum bekannter machen"

Interview mit Eva Blaschke, Kulturmanagerin in Oberwiesenthal

Was zog sie ins Erzgebirge?. 

Eva Blaschke ist die neue Kulturmanagerin in Kurort Oberwiesenthal und leitet seit Jahresbeginn den musealen Bereich im Kulturzentrum Wiesenthaler K3. BLICK sprach mit der 30-jährigen Museologin über ihre Arbeit:

Was zog sie ins Erzgebirge?

Aufgewachsen bin ich in Gartz an der Oder, einem kleinen Städtchen in der Uckermark. Später studierte ich an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin Museumskunde. Dann führte mich mein Werdegang nach Angermünde und für zwei Jahre nach Westfalen. 2014 zog ich mit meinem Mann nach Annaberg-Buchholz, da ihm die Leitung der Städtischen Museen von Annaberg übertragen wurde. Wir haben uns bewusst im sächsischen Raum umgeschaut, weil uns die Mentalität, die Herzlichkeit und die sächsische Gemütlichkeit besonders ansprechen. Ich selbst wollte schon immer in einem Museum einer kleinen Stadt arbeiten. Mit Oberwiesenthal hat sich für mich dieser Wunsch erfüllt.

Womit hat sie das Museum K3 beeindruckt?

Das moderne und komplett neu gestaltete K3 hat mich mit seiner Vielseitigkeit total überrascht. Die Gestaltung des Museums mit den zahlreichen ungewöhnlichen Objekten und spannenden Themen finde ich sehr interessant und vor allem mutig. Mit der Ausstellung 'Gipfelstürmer - Ein Thal erobert die Welt' gibt es Einblicke in die Stadtgeschichte und den Wintersport. Zugleich werden die Besucher in den Bann des 'Weißen Tales' gezogen und können fast hautnah erleben, wie sich der 'Fluch Schnee' zum 'Weißen Gold' entwickelte. Man kann den Größen des Sports und deren Ski, Pokalen und Medaillen begegnen. Einzigartig für mich persönlich sind die Werke des in Oberwiesenthal geborenen Künstlers William Wauer. Der Maler und der Erzgebirgssänger Anton Günther, dessen Liedern der Gast an einer Liedinsel lauschen kann, sind Themen, die in ein regionales Museum unbedingt hineingehören.

Was sind ihre Ziele?

Meine Hauptaufgabe ist es, den Bekanntheitsgrad des Museums zu erhöhen. Alle Besucher die kommen, ab älter oder jung, sind hinterher ganz begeistert, enthusiastisch und sogar überschwänglich. Doch man muss die Gäste erst einmal hierher bringen. Ein Museum ist nie fertig. Deshalb werde ich auch in Zukunft, gemeinsam mit den Arbeitsgruppen schauen was fehlt, was wird gewünscht oder gebraucht und was kann man noch verbessern. Auf alle Fälle freue ich mich auf neue Herausforderungen, die Arbeit mit den Sammlungen und die Vermittlung an die Besucher.



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