Museumschef rettet Nussknacker vor Feuertod

Museum Neuhausener macht Schweizer Dekorations-Figur wie neu

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Maximilian findet die drei großen Nussknacker beeindruckend. Das Exemplar rechts rettete Uwe Löschner vor dem Feuertod. Foto: Jan Görner

Neuhausen. Mit einer aufwändigen Rettungsaktion hat Uwe Löschner vom Nussknackermuseum Neuhausen einen großen Dekorationsnussknacker in der Schweiz vor dem Feuertod bewahrt.

Von Bekannten hatte er erfahren, dass das 2,30 Meter hohe Exemplar zerstückelt im Ofen landen sollte. "Das konnten wir nicht zulassen", so der Museums-Chef. Schließlich ist der Nussknacker ein echter Erzgebirger. 1990 ist er in Gahlenz entstanden und danach zu einem Sammler in die Nähe von Basel umgezogen.

Mit viel Arbeit sieht der Nussknacker nun wieder aus wie neu

Mit der Inventarnummer 5960 steht er nun neben zwei weiteren großen hölzernen Königen seiner Art. Bis es so weit war, musste die Figur im wahrsten Sinne des Wortes wiederbelebt werden. Im September kam er in Neuhausen an. Der Lack war stark verblichen. Das Holz wies einige Risse auf.

Uwe Löschner bezeichnete den Zustand des hölzernen Königs als desolat. Deshalb wollten ihn die Vorbesitzer los werden. Ein Bekannter aus dem Ort half den Löschners beim Schleifen, Spachteln und Bemalen. So sieht er wieder aus wie neu und bereichert die Ausstellung. Das Museum hat montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.