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Musikkorps der Bergstadt Schneeberg besteht seit 55 Jahren

Januar 2020 bleibt trotz allem etwas Besonderes

Schneeberg. 

Schneeberg. Das Landesbergmusikkorps Sachsen - Musikkorps der Bergstadt Schneeberg ist ein Orchester, das weit über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt ist. Dieses Jahr schaut man auf das 55-jährige Bestehen und ausgerechnet da wird man durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Viele Auftritte und Konzerte konnten nicht stattfinden. Man musste Entbehrungen hinnehmen. Doch es gab auch Höhepunkte. Orchesterleiter Jens Bretschneider, der seit fast 30 Jahren im Orchester ist und es seit 2009 leitet, sagt: "Das Jahr 2020 bleibt dennoch etwas Besonderes.

"Meilenstein in der Orchestergeschichte"

Noch Anfang des Jahres hätten wir nie gedacht, dass wir einmal mit der Dresdner Staatskapelle unter Leitung von Christian Thielemann spielen würden und dann haben wir das Festkonzert anlässlich 30 Jahre Freistaat Sachsen gemeinsam im Erzgebirgsstadion in Aue gestaltet. Das ist für uns ein absoluter Meilenstein in der Orchestergeschichte. Davon werden wir lange zehren. Wir hoffen, dass wir 2021 möglichst zu einem regulären Orchesterbetrieb zurückkehren können und dass ein normales Zusammenspiel wieder möglich ist." Jens Bretschneider ist Landesbergmusikdirektor und arbeitet im Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine mit.

Musikalische Tradition in der Familie

Wie er zum Orchester gekommen ist? "Mein älterer Bruder hat Trompete gespielt, genauso wie mein Vater. Selbst habe ich Klavier gespielt. Wenn mein Bruder immer erzählt hat, wie toll es im Orchester ist, habe ich immer geärgert. Das hat mich animiert, noch ein Blasinstrument zu lernen. Ausgesucht habe ich mir die Posaune. Da die im Orchester gut besetzt waren, habe ich mir noch das Tenorhorn angeeignet, um im Orchester mitspielen zu können." Später kam das Interesse für Dirigieren. Zwischen 2001 und 2003 belegte Jens Bretschneider Lehrgänge beim Rundfunkblasorchester Leipzig, 2005 dirigierte er sein erstes Konzert und ist schließlich in die Fußstampfen des damaligen Orchesterleiters Landesbergmusikdirektor Hermann Schröder getreten, der 2008 schwer erkrankt und 2013 verstorben ist.

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