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Muskathlon: Erzgebirger strampeln für arme Kinder

Spendenaktion Drebacher Carsten Neubert initieiert Radtour für einen guten Zweck

Drebach. 

Drebach. Es ist etwas Schönes, wenn sich Sport, den man sowieso betreibt, mit einem guten Zweck verbinden lässt. Dies dachte sich Carsten Neubert, als er sich vor einem Jahr erstmals für den sogenannten Muskathlon anmeldete. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung der christlichen Organisation "4M Deutschland", die wie einst die vier Musketiere für Gerechtigkeit kämpfen will. Dies geschieht schon seit Jahren durch sportliche Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmer laufen, Radfahren oder wandern können. Indem sie bis an ihre körperlichen Grenzen gehen, wecken sie Aufmerksamkeit und sammeln Spenden, die dann hilfsbedürftigen Kindern in Ländern zugutekommen, die von Armut geprägt sind.

Auch die Notlösung trägt Früchte

"Der Erlös kommt dem christlichen Kinderhilfswerk Compassion zugute. Es vermittelt auch Patenschaften für Kinder in Entwicklungsländern", erklärt Neubert. Als der 53-jährige Drebacher von diesem Projekt hörte, wollte er sofort mitmachen. "Normalerweise findet der Muskathlon in den Ländern statt, denen man helfen will. Dort kann man sich ein Bild von der Armut machen und mit den Leuten ins Gespräch kommen", erklärt Neubert, der allerdings diese Erfahrung noch nicht machen konnte. Denn wie im Vorjahr, als der Erzgebirger einen Marathonlauf in Ghana plante, machte die Corona-Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Auch diesmal konnte er die geplante Reise auf die Philippinen nicht antreten. Dank einer alternativen Variante des Muskathlons, bei der die Teilnehmer ihre sportlichen Herausforderungen in der Heimat meistern, konnte aber erneut zahlreichen Kindern geholfen werden.

Zum Nachdenken anregen

"Schon letztes Jahr war ich überrascht, dass trotzdem 13.000 Euro an Spenden zusammenkamen", berichtet Neubert. Obwohl er seinen Marathon für sich allein gerufen war, zahlten sich seine Bemühungen aus. Seine Aktivität und seine Aufrufe in sozialen Medien fanden großen Anklang. Er weckte sogar so viel Interesse, dass in diesem Sommer gleich mehrere Bekannte mitmachen wollten. Als Herausforderung wählte er diesmal eine Radtour vom Fichtelberg bis nach Potsdam - die Hälfte der Fichkona, die coronabedingt abgesagt werden musste. Bei optimalem Wetter legten elf Hobby-Sportler die rund 300 Kilometer lange Strecke im Sattel zurück. Viel wichtiger als die Leistung ansich waren für sie die Spenden, die sie durch ihre Aktion sammeln konnten. "Ich rechne wieder mit einem fünfstelligen Betrag", sagt Neubert, der auch zum Nachdenken anregen will: "Es geht nicht allen auf der Welt so gut wie uns."



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