Muss die Schule in Johanngeorgenstadt schließen?

Bildung Ministerium hält Schließung nicht für notwendig

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Im vergangenen Jahr hat die Kurfürst-Johann-Georg-Schule ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Auch zukünftig will man sich durchboxen. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Johanngeorgenstadt. Gegen eine geplante Schließung der Kurfürst-Johann-Georg-Schule in Johanngeorgenstadt, eine Förderschule für Menschen mit geistiger Behinderung, hegt sich reger Widerstand. Demnach muss die Schule aus Sicht des Sächsischen Kultusministeriums und damit aus Sicht der Landesregierung nicht geschlossen werden. Diese Entscheidung teilte die SPD-Landtagsabgeordneten Simone Lang aus Breitenbrunn mit, die eine entsprechende Anfrage dazu gestellt hatte.

Mindestens zwei Klassen müssen gebildet werden

Allerdings müssen weiterhin ausreichend Schüler vorhanden sind, um mindestens zwei rechtskonforme Klassen bilden zu können. Unter diesen Umständen könnte die Schule als Außenstelle der Brünlasbergschule Aue weiter existieren, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung an die Öffentlichkeit. Die Einrichtung hatte im vergangenen Jahr nicht nur ihren 25. Geburtstag gefeiert, sondern machte seit ihrer Eröffnung immer wieder durch besondere Projekte positiv auf sich aufmerksam.

Norwegen spielt hier eine große Rolle

Zu einem Themenschwerpunkt gehörten über viele Jahre Norwegen und der Komponist Edvard Grieg. Durch das großartige Engagement des Lehrerkollegiums war es sogar gelungen, den Schülern mehrere Reisen nach Norwegen zu ermöglichen. Zu ihrem Jubiläum überraschten Lehrer und Schüler mit einem bunten und unterhaltsamen Programm, welches die vielfältige Arbeit der Schule widerspiegelte.

Nun muss der Kreistag entscheiden

Doch zurück zur drohenden Schließung: Sozialdemokratin Simone Lang schöpft ihrerseits aus der Antwort aus Dresden Hoffnung: "Nun hat es der Kreistag in der Hand, ob die zurzeit 28 Förderschüler und Förderschülerinnen weiterhin ihre Einrichtung in Johanngeorgenstadt besuchen dürfen oder ob sie künftig längere Fahrwege zur Schule in Kauf nehmen müssten. Dies wäre der Fall, falls der Standort aufgegeben würde." Lang zufolge sei jede Schule wichtig - auch Förderschulen. Nur so könne die angestrebte Inklusion im Bildungsbereich gelingen.