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MZ-Enduro-Legende Harald Sturm feiert am Mittwoch 65. Geburtstag

Geburtstag Enduro-Weltmeister als MZ-Fahrer und als Teamchef - in Deutschland einmalig

Zschopau. 

Zschopau. Am heutigen Mittwoch wird die MZ-Enduro-Legende Harald Sturm 65 Jahre alt.

Man schrieb das Jahr 1974, als der gebürtige Witzschdorfer für den MC Zschopau auf einer 250er MZ auf Anhieb B-Lizenz-Meister wurde. Auf den hochmotivierten Newcomer mit seiner einzigartigen Fahrweise wurde natürlich bald die MZ-Geländesportabteilung aufmerksam, die ihn im Herbst desselben Jahres verpflichtete. Ab 1975 war Harald Sturm bis zum politischen Wendejahr 1989 Werksfahrer bei der Zschopauer Zweiradmarke MZ. Das sind 15 Jahre Siege, Erfolge, Triumphe, darunter aber auch herbe Rückschläge, wenn das Motorrad mal weniger gut lief oder die Defekt-Hexe zuschlug.

Er lässt es ruhig angehen

Mittlerweile lässt es der vierfache Europameister aber ruhiger angehen, ist bei Classic-Veranstaltungen präsent. Glücklich verheiratet ist er seit vielen Jahren mit seiner Carmen, ist Vater der Töchter Eva und Anne. Seine Ehefrau war es auch, die ihm den Rücken freihielt, wann immer er innerhalb Deutschlands oder auf der ganzen Welt unterwegs war. Denn der MZ-Werksfahrer war seit 1975 auf dem Vormarsch. Die Bilanz: Alles in allem war Harald Sturm bei 16 Sechstagefahrten, der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Endurosport, in der ganzen Welt präsent, davon 15 Mal als MZ-Fahrer, bei seiner letzten Fahrt setzte er dann auf KTM, jener Motorradmarke, mit der er sich nach seiner Endurosportkarriere die berufliche Eigenständigkeit aufbaute.

Ein unvergleichliches Ereignis

Ein unvergleichliches Ereignis ist und bleibt jedoch die Sechstagefahrt von 1987, bei der die MZ-Werksmannschaft den Trophysieg holte. Bei der 62. Auflage der prestigeträchtigen Mannschafts-WM im polnischen Jelenia Góra waren es Harald Sturm mit Uwe Weber, Jens Scheffler, Jens Grüner und die Simson-Werksfahrer Reinhard Klädtke und Jens Thalmann, die zum Schluss die begehrte Trophäe in Händen hielten.

Doch auch nach seiner Fahrer-Karriere blieb er dem Geländesport treu. Seit 1998 ist er Teamchef seines eigenen KTM-Teams. Trotz, dass ihn als Firmenchef der Zweiradhandel stark beansprucht, hat er das Team KTM Sturm in die Erfolgsspur manövriert. Sein größter Erfolg war hier der Enduro-WM-Titel 2017, den Maria Franke im Finallauf von "Rund um Zschopau" vor der Haustür ihres Team-Chefs einfuhr.