MZ-Werk wird neu belebt

Metallbau Dirk Klädtke nutzt Potenzial auf Gelände in Hohndorf

Schon 1980 ist Dirk Klädtke als kleines Kind durch die Hallen des MZ-Werkes in Hohndorf geschlendert, weil sein Vater bei MZ maßgeblich an der Entwicklung des Standortes beteiligt war. Mittlerweile ist der Zschopauer 40 Jahre alt - und selbst für das riesige Firmengelände verantwortlich. Nachdem seine Firma, die Klädtke Metallverarbeitung GmbH, bereits im vergangenen Jahr nach Hohndorf umgezogen war, ist der 40-Jährige nun offiziell Besitzer des Grundstückes. "Bei der Zwangsversteigerung in Chemnitz war kein anderer Bieter da", berichtet Dirk Klädtke, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Den Schlüssel für das Werk hielt er schon seit Februar 2014 in den Händen. Wenig später begann der Umzug in das zunächst gemietete Objekt. Mittlerweile befinden sich alle Maschinen sowie alle 78 Mitarbeiter und Lehrlinge in Hohndorf. "Bisher waren wir auf 1.800 Quadratmetern tätig, jetzt sind es 5.000. Das war schon ein großer Schritt", sagt der Geschäftsführer, der angesichts der betriebswirtschaftlichen Entwicklung ein größeres Objekt brauchte.

Die Firma hat viel zu tun. Die gefertigten Teile werden im Nordostseekanal benötigt oder für den weltgrößten Teilchenbeschleuniger in der Schweiz. Einen Überblick über die Produktpalette konnten sich Besucher am Freitag beim Tag der offenen Tür verschaffen, dessen Resonanz Klädtke überwältigte: "Vielleicht machen wir das jetzt regelmäßig." Dabei wurde auch das Potenzial deutlich, das im Werk schlummert. Schließlich wird erst eine von drei großen Hallen genutzt. "Vieles wurde vernachlässigt. Wir werden die Voraussetzungen verbessern", sagt Klädtke, der am 9. Oktober eine Halle sowie das Gelände für den Enduro-Prolog bei "Rund um Zschopau" zur Verfügung stellt.