Nach 25 Jahren Leerstand: Neues Hotel in erzgebirgischem Heilbad eröffnet

Nach 25 Jahren Leerstand können sich nun wieder Gäste und Urlauber am Pawlow-Haus im Warmbader Kurpark erfreuen

Warmbad

Seit mehr als 25 Jahren hatte das Pawlow-Haus im Warmbader Kurpark leer gestanden. Statt Lost-Place-Fotografen lockt der historische Bau, der einst unter anderem als Reservelazarett, Müttergenesungsheim und Quartier für Bergarbeiter diente, nun aber wieder Urlauber und Besucher in den Kurort.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", sagte Betreiber Gregor Kumberger bei der feierlichen Eröffnung des Pawlow-Hotels, dessen Sanierung deutlich länger dauerte als geplant. Die letzten Jahre hätten viel Arbeit, viel Geld und viele Nerven gekostet. Und doch waren dem Unternehmer aus Bayern, der das Projekt zusammen mit seinem gleichnamigen Vater realisiert hat, nun Freude und Stolz anzumerken.

Keine Kosten gescheut

"Es braucht viel Mut und langen Atem", sagte auch Barbara Klepsch. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus war extra gekommen, um den Betreibern persönlich zu gratulieren. "Das ist nicht die Zeit, in der man Hotels eröffnet", sagte sie mit Blick auf die schwierigen Bedingungen, die zum Beispiel Personalmangel und steigende Kosten mit sich bringen.

Auch im Fall des Pawlow-Hotels wurde der finanzielle Aufwand größer als zunächst geplant und erreichte laut Betreiber letztlich die 15-Millionen-Marke. Auch Denkmalschutz und Brandschutz brachten einige Hürden mit sich, doch das Ergebnis bringt alle zum Strahlen.

Vier-Sterne-Hotel mit 70 Zimmern

Neben den zahlreichen Gästen, die zur Eröffnung gekommen waren, zeigten sich auch schon die ersten Gäste des neuen Vier-Sterne-Hotels beeindruckt. Schließlich waren die ersten Übernachtungen bereits gebucht. Unzählige weitere sollen nun folgen in den reichlich 70 Zimmern, die das historisch und dank der Sanierung zugleich modern anmutende Objekt zu bieten hat.

Zur Zielgruppe gehören nicht nur Erholungsgäste und Thermenbesucher, sondern auch Wanderer und Urlauber. Zudem könnten Angehörige von Patienten, die in der nahe gelegenen Knappschaftsklinik untergebracht sind, dort übernachten. Um die Gäste kümmern sich aktuell 14 Mitarbeiter, weitere Beschäftigte sollen demnächst dazu kommen.

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